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Indigene Bevölkerung wird verfolgt und ermordet

Ecuador | 13.09.2006

(Fortaleza, 14. September 2006, adital-poonal).- Indígenas der Ethnie Yachak (die “Weisen”) aus den Gemeinden Kichwa und Andoa in der Provinz Pastaza werden verfolgt und ermordet. Dies beklagt die Regionale Stiftung zur Beratung in Sachen Menschenrechte (Fundación Regional de Asesoría en Derechos Humanos) in einem Schreiben an die Abteilung für Menschenrechte der indigenen Völker der Vereinten Nationen. Die Stiftung fordert unverzügliche Schutzmaßnahmen für die noch überlebenden „Weisen“, und die Untersuchung der Vorfälle. Ebenfalls müssten die verantwortlichen Militärs und Zivilisten bestraft werden. Diese systematische Verletzung der Menschenrechte müsse endlich beendet werden.

Nach Angaben der Stiftung hat vor etwa zehn Jahren eine Serie von Morden an Yachaks in Pastaza begonnen. Unter den Opfern waren Simon Gualinga und Polivio Dahua in Sarayaku, Isidro Imundo und andere in Curaray und Venancio Gualinga in Santa Ana. Dies seien nur einige der Opfer gewesen. Die brutale Verfolgung der Yachak habe viele Indígene aus der Provinz vertrieben. Sie seien in andere Landesteile geflohen. Andere hätten sich sogar entschlossen, Ecuador zu verlassen und sich von ihren Gemeinschaften zu lösen.

Mit dem Mord an Otoniel Gualinga in Santo Tomás (Montalvo) im Jahr 2000 habe die Phase der systematischen Tötungen begonnen. Verantwortlich sei eine Gruppe von Uniformierten und Kichwa-Indígenas aus der Provinz Pastaza. Diese würden die Yachaks beschuldigen, Krankheiten zu übertragen und für Todesfälle in den indigenen Gemeinden verantwortlich zu sein. Im Mai 2004 wurde die gleiche Gruppe aus Militärs und Kichwas beschuldigt, während eines Festes in Puyo, der Hauptstadt von Pastaza, weitere „Weise“ getötet zu haben. Die Serie von Morden ging 2006 mit dem Tod von Cervantes Cadena weiter. Dieser Mord rief Entsetzen hervor, da er besonders brutal war: Ihm wurden die Zunge und die Hoden abgeschnitten, während er noch lebte.

„Nach dieser Serie von Ermordungen fordern wir sofortige Maßnahmen, damit die Morde an den Yachak in Pastaza untersucht und bestraft werden. Es muss sichergestellt werden, dass diese Vorfälle sich nicht wiederholen. Die indigenen Gemeinschaften der Region dürfen ihre Identität, ihre Bräuche und Jahrtausende alten Traditionen nicht verlieren“, betonte die Stiftung.

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