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Organischer Landbau soll gestärkt werden

Costa Rica | 27.07.2006

(San José, 27. Juli 2006, voces nuestras-poonal.).- Vertreter aus Landwirtschaft, aus Gesundheitsbereichen, dem Unternehmertum sowie Akademiker und Regierungsbeamte trafen sich gestern (26. Juli) zu einem von der costaricanischen Bewegung für organische Landwirtschaft MAOCO (Movimiento de Agricultura Orgánica) organisierten „organischen Frühstück“. Dort war man sich darüber einig, dass die Gesetzesinitiative zur Entwicklung, Förderung und Ankurbelung der organischen Landwirtschaft (Ley para el Desarrollo, Promoción y Fomento de la Actividad Agropecuaria Orgánica) möglichst schnell verabschiedet werden soll. Das Wachstum des organischen Anbaus im Land sei zum Stillstand gekommen sei, was große Verluste sowohl für Produzenten als auch für Konsumenten darstelle.

Eva Carazo, Geschäftsführerin von MAOCO, erklärte, dass diese Gesetzesinitiative das Ergebnis eines Prozesses sei, der sich innerhalb der letzten drei Jahre unter Mitwirkung von Dutzenden Personen und indigenen Gruppen, Bauern und für die organische Landwirtschaft arbeitenden technischen Organisationen entwickelt habe. Auch wenn das Gesetzesprojekt schon im Abgeordnetenhaus angelangt sei und darauf warte, in der ersten Diskussionsrunde debattiert zu werden, bat das Produktionsministerium MIPRO (Ministerio de la Producción) MAOCO darum, Gespräche zu führen, um einige Artikel zu ändern.

Die Vertreterin des Ministeriums Gabriela Álvarez erklärte, dass „viele der Gesetzesinitiativen, die sich im Parlament befinden, überprüft werden, um zu garantieren, dass sie mit der neuen Vision des Ministeriums und der Zusatzagenda, die sich im Zusammenhang mit dem Freihandelsvertrag mit den USA entwickle, im Einklang sind“. Nach der Vorstellung der vom Ministerium vorgeschlagenen Änderungen kam es zu Reaktionen, die erkennen ließen, dass grundsätzliche Differenzen zwischen der Originalversion der Initiative und der vom Ministerium vorgeschlagenen Fassung bestehen.

Repräsentanten von Umweltorganisationen und Verbänden, die sich um die alternative Entwicklung in der Landwirtschaft bemühen, wie Red Coproalde, FECON, VECO und UNAG, waren sich darin einig, dass der Vorschlag des Ministeriums vor allem reglementierend wirke, während der ursprüngliche Sinn der Initiative darauf abziele, die organische Landwirtschaft anzukurbeln. Außerdem seien Maßnahmen vorgeschlagen worden, die mit dieser Produktionsweise nicht zu vereinbaren seien. So etwa der der Gebrauch von Chemikalien. Auch wurde in der geänderten Fassung nicht klar, dass sich die Nutzung genmanipulierter Substanzen auf keinen Fall mit organischer Landwirtschaft vertrage.

Abgeordnete und politische Berater der Partei Zivile Aktion (Partido Acción Ciudadana) und der Partei Nationale Befreiung (Partido Liberación Nacional) brachten ihre volle Unterstützung für die Gesetzesinitiative zum Ausdruck sowie ihr Vertrauen darüber, dass die aktuellen Verhandlungen zu guten Ergebnissen führen werden. Luis Sandí von Wal Mart sprach davon, dass es einen großen Markt für Konsumenten organischer Produkte gebe, sich das Angebot aber nicht vergrößere. Die Gesetzesinitiative sei wichtig, um die Produzenten, die bereits in diesem Bereich tätig seien, zu unterstützen und andere Bauern dazu zu bewegen, in die organische Landwirtschaft zu investieren.

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