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Massenentlassungen wegen Schließung einer Weltmarktfabrik

Mexiko | 14.09.2006

(Mexiko-Stadt, 15. September 2006, cimac-poonal).- Circa 1.800 Beschäftigte werden im kommenden November ihre Stelle verlieren, wenn die textilverarbeitende Weltmarktfabrik Monclova Internacional, ein Tochterunternehmen des transnationalen Konzerns Sara Lee, in Coahuila ihre Tore schließen wird. 80 Prozent der Angestellten sind Frauen und 50 Prozent davon sind alleinerziehend. Nach Angaben der Arbeiterinnen begründete der Generaldirektor des Unternehmens Lauro Pesqueira die Entscheidung mit dem Umzug des Unternehmens nach Zentralamerika und Asien. Dort seien die Produktionskosten niedriger.

Die Entlassungen werden in mehreren Schüben erfolgen. 500 Angestellte sollen schon am kommenden Dienstag (19.9.) entlassen werden, während die restlichen noch auf weitere Entscheidungen des Unternehmens warten. „Aber ab Mitte November wird niemand mehr im Unternehmen beschäftigt sein“, so die Nichtregierungsorganisation SEDEPAC (Servicio, Desarrollo y Paz).

Jetzt sind einige der Arbeiterinnen mit der Forderung nach Entschädigungszahlungen wegen arbeitsbedingten Krankheiten an das Unternehmen herangetreten. Einige der Frauen mussten sich bereits bis zu vier Operationen unterziehen und arbeiten immer noch für das Unternehmen. Vor diesem Hintergrund sei es ungerecht, dass „die Arbeiterinnen ihr Leben für die Maquila riskieren und die nun nicht zahlen will“, so die Arbeiterinnen. Unterdessen seien bereits vier Klagen auf Präventivpfändung eingegangen, so Elizabeth Robles von SEDEPAC. Damit soll verhindert werden, dass sich das Unternehmen absetzen kann, bevor es jede einzelne Entlassung geregelt und die ausstehenden gesetzmäßigen Entschädigungen gezahlt hat.

Im vergangenen August hatten die Monclova-Arbeiterinnen aus der Abteilung, die Ärmel für Sara Lee produziert, angezeigt, die Tagesproduktion sei von 114 Dutzend Ärmel pro Stunde auf 144 Dutzend pro Stunde angehoben worden. Gleichzeitig sei der Lohn um bis zu 50 Prozent gekürzt worden. Beklagt wurde auch, dass der wöchentlich Lohn vor der Anhebung der Stückzahl 800 Pesos (ca. 57 Euro) betrug. Durch die 50prozentige Lohnkürzung blieben jetzt nur noch 400 Pesos ( ca. 28 Euro). Es gäbe aber auch Frauen, die wöchentlich nur 40 Pesos verdienen würden, da die Löhne an die individuelle Leistung gekoppelt seien. Käme eine Arbeiterin der angestrebten Stückzahl nicht nach, würde der Lohn nicht voll ausgezahlt.

Nach dem Bekannt werden der Situation verurteilte das in London ansässige Zentrum für Unternehmen und Menschenrechte (im Englischen: Bussines & Human Rights Resource Centre) die Menschen- und Arbeitsrechtsverletzungen des transnationalen Unternehmens und veröffentlichte diese Kritik auch in der mexikanischen Presse. Im Namen der Unternehmens antwortete Lauro Pesqueira, dass die Arbeitsbedingungen gut seien und man um das Wohl der Angestellten besorgt sei und außerdem „sind die Löhne wettbewerbsfähig und entsprechen den Standards, denn wir bemühen uns einen guten Arbeitsplatz zu bieten“.

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