Papagayo Camale�n  
Pivian exchange Cusco Spanisch Sprachreise, Spanischkurs und Spanischschule
    Spanischkurse     Portugiesischkurse     Quechuakurse     Praktika     Freiwilligenarbeit     Reiseservice     Community     Über Uns Sonntag, der 22. Juli 2018  
Lateinamerika Nachrichten
Südamerika Nachrichten
Mittelamerika Nachrichten
Karibik Nachrichten
Seite merken
Garantien für deine Reise

Freie Abgabe der “Pille danach” gestoppt

Chile | 14.09.2006

(Montevideo, 15. September 2006, comcosur).- Die chilenische Justiz hat nun die Bemühungen der Regierung gestoppt, an jugendliche Mädchen die „Pille danach“ gratis abzugeben. Hauptstreitpunkt ist die in der Regierungsinitiative vorgeschlagene Regelung, dass die Eltern des Mädchens nicht in die Entscheidung eingebunden werden müssten. Juan Antonio Espina, einer der Anwälte der die Aufhebung der Initiative seitens der Justiz durchgesetzt hatte, meinte dazu: „Wir sind nicht gegen die Verteilung der Pille, wir sind aber entschieden dagegen, dass die Eltern bei dieser Entscheidung übergangen werden. Die Eltern müssen auf alle Fälle einbezogen werden.“

Die Initiative war vor allem von der amtierenden sozialistischen Präsidentin Michelle Bachelet vorangetrieben worden. Sie geriet dabei in deutlichen Konflikt mit der katholischen Kirche. Die umstrittene „Pille danach“ wäre laut der Regierungsinitiative an alle Jugendlichen, die älter als 14 Jahre sind, abgegeben worden, ohne dass die Eltern hätten einbezogen werden müssen. Regierungssprecher Ricardo Lagos Weber bekräftigte, dass man die Initiative trotz des Gerichtsentscheides weiter vorantreiben werde, da alle Argumente für diese Politik sprächen. In Chile ist die Abtreibung immer noch, egal unter welchen Umständen, verboten.

Bisher wurde die Pille in Apotheken gegen Rezept verkauft und in öffentlichen Krankenhäusern abgegeben, sofern die Zustimmung der Erziehungsberechtigten vorlag. Der Streit um die Neuregelung dauert inzwischen mehr als zwei Jahre an. Die Gesundheitsministerin Mara Soledad Barra kündigte bereits an, dass man gegen das Urteil vorgehen und Rechtsmittel einlegen werde. Sie bekräftigte zudem, dass nie in Frage gestellt wurde, dass die Eltern Anteil an dem sexuellen Leben ihrer Kinder haben sollten. Studien hätten jedoch belegt, dass Jugendliche darüber jedoch nicht in ihren Familien sprechen würden. Dann sei es Aufgabe des Staates, die Jugendlichen entsprechend zu informieren.

« Historisches Urteil wegen Verbrechen der Militärdiktatur UN-Arbeitsgruppe untersucht Einsatz von Söldnern »

-->

Möchtest du eigene Beiträge schreiben? Weitere Informationen dazu findest du hier...

Südamerika Newsletter
Kundenmeinungen