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Umfragen sehen linke Kandidaten vorne

Ecuador | 03.10.2006

(Quito, 4. Oktober 2006, na-poonal).- Kurz vor der Prsidentschaftswahl am 15. Oktober scheint sich ein deutlicher Umschwung in den Umfragen zu vollziehen. In der Zeit vor dem formalen Ende der Bewerbungsfrist, dem 15. August, hatte noch alles darauf hingewiesen, dass mindestens einer bzw. eine der rechtsgerichteten KandidatInnen - entweder Cynthia Viteri von der christlich-sozialen Partei PSC (Partido Social Cristiano) oder der Magnat lvaro Noboa von der Unabhngigen Erneuerungspartei der Nationalen Aktion PRIAN (Partido Renovador Institucional Accin Nacional) - zur Stichwahl antreten wrde. Nun, wenige Tage vor den Wahlen, konzentriert sich das Interesse der Whler und Whlerinnen vor allem auf den Mitte-Links-Kandidaten Len Rolds und den linksgerichteten Wirtschaftsprofessor und ehemaligem Wirtschaftsminister Rafael Correa.

Correa von der linken Partei Alianza Pas wird als aussichtsreichster Kandidat gehandelt. Eine Umfrage des Instituts Cedatos vom 23. September verspricht ihm 26 Prozent der Stimmen. Damit hat er einen deutlichem Vorsprung vor Rolds vom Bndnis Demokratische Linke/Ethisches Netzwerk und Demokratie ID/RED (Izquierda Democrtica y Red tica y Democracia), der auf 18 Prozent der Stimmen kommt. Noboa und Viteri liegen mit elf bzw. zehn Prozent weit abgeschlagen.

Die weiteren Kandidaten und Kandidatinnen erreichen nicht mehr als drei Prozent, der Indgena-Fhrer Luis Macas gar nur ein Prozent der Stimmen. Macas meinte dazu: Unser politisches Projekt ist nicht auf drei Monate angelegt. Es hat eine lange Geschichte und ist ber viele Jahre mit Kampf und Bescheidenheit aufgebaut worden, nicht mit groen Worten und schon gar nicht mit Eitelkeit. Correas Zeit wird vergehen, wie bereits [Lucio] Gutirrez` Zeit vergangen ist, so wie die Prsidenten und Prsidentschaftskandidaten eben vergehen. Die indigene Bewegung jedoch bleibt.

Rolds sieht Macas als Vertreter von Interessen der Kstenstadt Guayaquil und mit Blick auf Correa warnt er vor dessen negativen Einfluss auf die Einigkeit der indigenen Bewegung. Er verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass Correa es bereits mit seinen Verhandlungen im Vorfeld seiner Kandidatur geschafft habe, die indigene Bewegung Pachakutik (Movimiento Pluricultural Pachakutik), den politischen Arm des starken Dachverbands Indigener Nationen in Ecuador CONAIE (Confederacin de Nacionalidades Indgenas del Ecuador), zu spalten. Damit sei auch Macas eigene Kandidatur deutlich geschwcht worden. Im Juni hatten sich einige Mitglieder von Pachakutik, die sich nicht von Macas reprsentiert sehen, dazu entschieden, Correa zu untersttzen. Sie hatten diese Entscheidung u.a. gefllt. weil sich Macas whrend seiner Zeit als Landwirtschaftsminister unter Prsident Gutirrez nie um die Belange der indigenen Bevlkerung gekmmert habe.

Beide Kandidaten der Linken stimmen in vielen Punkten berein. Beide fordern Investitionen in den Sozialstaat, die Umverteilung der Erdleinnahmen, den Kampf gegen die Korruption und die Kontrolle ber die Steuerausgaben. In der Frage der Beziehung zu den USA unterscheiden sich ihre Ansichten jedoch gewaltig. Correa, der einen Wirtschaftsdoktortitel der Universitt von Illinois hat, sprach sich eindeutig gegen ein Freihandelsabkommen mit den USA aus. Die Verhandlungen dazu begannen zeitgleich mit jenen in Kolumbien und Peru. Aber whrend dort bereits ein entsprechender Vertrag unterschrieben wurde, stagnieren in Ecuador die Verhandlungen. Gegenber der Tageszeitung El Comercio aus Quito sagte Correas, es gebe kein Freihandelsabkommen, das sich positiv auf die Region auswirke, weil die USA auf der Basis eines festgelegten Schemas verhandeln.

Ende September verschrfte Correa noch einmal den Ton gegenber den USA. Er untersttzte den venezolanischen Prsident Hugo Chavez, der bei der UNO den US-Prsidenten George W. Bush als Teufel bezeichnete. Correa uerte einem ecuadorianischen Fernsehsender gegenber: Der Teufel ist zwar bse, jedoch auch schlau. Und Bush ist ein beraus ungeschickter Prsident, der seinem Land viel Schaden zugefgt hat.

Rolds vertritt eine weniger radikale Politik. Obwohl er beispielsweise ursprnglich erklrt hatte, das Abkommen ber die US-Militrbasis in Manta aufkndigen zu wollen, zeigte er sich jetzt kompromissbereit. Er knpft das Weiterbestehen der US-Militrbasis an die Verlngerung der am 31. Dezember dieses Jahres auslaufenden Zollerleichterungen fr ecuadorianische Exporte in die USA.

Ein weiterer strittiger Punkt zwischen beiden ist deren Haltung gegenber den Auslandschulden und den auslndischen Investitionen. Rolds verspricht, die Schulden weiter zurckzuzahlen und dem Kapital aus dem Ausland alle Tren zu ffnen. Correa hingegen schliet ein Moratorium bei der Schuldenrckzahlung nicht aus und mchte die Investitionen besser steuern. Guten Investoren werden die Tren immer offen stehen, jenen nmlich, die wirklich Handel treiben und unser Land nicht lediglich ausbeuten wollen, erklrte Correa bei einem Treffen mit US-amerikanischen Unternehmern am 14. September in New York.

« Vereinbarung ber Strategien gegen Unsicherheit in Zentralamerika Minenarbeiter umgekommen »

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