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Blutige Auseinandersetzungen zwischen Minenarbeitern

Bolivien | 11.10.2006

(Fortaleza, 11. Oktober 2006, adital-alai-poonal).- Mit 16 Toten und über 60 Verletzten endeten Auseinandersetzungen zwischen staatlich angestellten Minenarbeitern und den in privatwirtschaftlichen Kooperativen organisierten Bergleuten. Beide Seiten kämpften um die Kontrolle der sich in Staatsbesitz befindenden Zinnmine im Andenort Huanuni und bekämpften sich mit Schußwaffen und Sprengstoff.

Das Vorkommen von Huanuni wurde bis 2005 von dem britischen Konzern Allied Deals abgebaut. Das Unternehmen musste jedoch Insolvenz anmelden und stellte die Ausbeutung ein. Da die Mine in staatlichem Besitz ist, wurde sie von der staatlichen bolivianischen Bergwerkgesellschaft COMIBOL (Corporación Minera de Bolivia) wieder in Betrieb genommen. Kurz darauf zogen Tausende in Kooperativen organisierte Arbeiter in die Region.

Präsidentensprecher Alex Contrera gab gegenüber den Medien an, dass die Vorkommnisse entfesselter Gewalt in Huarani auf einen Angriff der Kooperativenmitglieder zurückzuführen seien, um den Berg Posokoni zu besetzen und zu kontrollieren. Dieser beherbergt die weltweit größten Zinnvorkommen.

Die Intervention der Polizei ermöglichte nun ein Abkommen für „sozialen Frieden“ zwischen den staatlich angestellten Minenarbeitern und den kollektiv organisierten Kleinunternehmern. Jetzt komme es darauf an, den Inhalt des Dokuments auch einzuhalten, erklärte Präsidentensprecher Contreras.

Der bolivianische Präsident, Evo Morales gab an, während der Auseinandersetzungen in Huanuni die heikelsten Tage seit seinem Amtsantritt zu Beginn des Jahres erlebt zu habe. Morales rief die Bolivianer zum Dialog anstatt zur Auseinandersetzung auf. Des weiteren bekräftigte er, dass ein externes und ein internes Komplott gegen die bolivianische Demokratie im Gange sei.

Die Bergbaukooperativen hatten in den letzten Jahren schon mehrere Minen der staatlichen COMIBOL besetzt, um dort auf eigene Rechnung und Gefahr zu schürfen. Sie wurden so zu Kleinunternehmern, die praktisch keine Steuern an den Staat abführten. Laut der Regierung nahe stehenden Quellen, hätten die Mitglieder der Kooperativen zur Stärkung ihrer Interessen sogar Kontakte mit konservativen Sektoren aufgenommen, um die Regierung zu destabilisieren.

Laut offiziellen Angaben würden die über 4.000 Mitglieder der Bergbaukooperativen keine Steuern an den bolivianischen Staat abführen; die 850 staatlichen Arbeiter würden dagegen 4 Millionen US-Dollar Steuern bezahlen. Die Regierungen hatte in den vergangenen acht Monaten insgesamt 16 Versammlungen mit beiden Fraktionen der Minenarbeiter, sowohl separat als auch gemeinsam, organisiert. Beim letzten gemeinsamen Treffen hatte Präsident Morales vorgeschlagen, dass beide Konfliktparteien der Regierung einen Vorschlag unterbreiten, dieser wurde jedoch nie eingereicht.

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