Papagayo Camale�n  
Pivian exchange Montevideo Spanisch Sprachreise, Spanischkurs und Spanischschule
    Spanischkurse     Portugiesischkurse     Quechuakurse     Praktika     Freiwilligenarbeit     Reiseservice     Community     Über Uns Dienstag, der 23. Januar 2018  
Lateinamerika Nachrichten
Südamerika Nachrichten
Mittelamerika Nachrichten
Karibik Nachrichten
Seite merken
Garantien für deine Reise

Aufklärung über den Verbleib eines verschwundenen Journalisten gefordert

Paraguay | 09.10.2006

(Buenos Aires, 9. Oktober 2006, púlsar).- Die Menschenrechtskommission der Organisation Amerikanischer Staaten forderte die paraguayische Regierung auf, binnen 15 Tagen Informationen zum Verbleib des seit acht Monaten verschwundenen Journalisten Enrique Galeano vorzulegen. Auch die Interamerikanische Menschenrechtskommission CIDH (Comisión Interamericana de Derechos Humanos) setzte mit Beginn vom 5. Oktober einen Aufklärungszeitraum von zwei Monaten fest. Innerhalb dieser Frist solle die Regierung der CIDH über den Fall Galeano Bericht erstatten und zu den Vorwürfen Stellung nehmen, die die paraguayische Journalistengewerkschaft SPP (Sindicato de Periodistas del Paraguay) bereits am 28. August vorgebracht hatte. Die Gewerkschaft hatte bei der CIDH eine Klage wegen des Verschwindens des kritischen Journalisten Galeano eingereicht. Galeano wurde zuletzt am 4. Februar gesehen, als er seine Arbeitsstelle, die Radiostation "Azotey" in Yby Yaú, im Bezirk Concepción, zirka 350 Kilometer nördlich von Asunción, verließ.

Bereits im April hatten die Journalistengewerkschaft und die paraguayische Menschenrechtskoordination versucht, gemäß dem Habeas Corpus Prinzip durch einen Richter überprüfen zu lassen, ob der Vermisste festgehalten wird. Der Antrag wurde vom Obersten Gericht jedoch zurück gewiesen. Die Gewerkschaft beschuldigt die Regierung Duarte, „eine sehr große politische Verantwortung im Falle des Verschwindens von Galeano zu tragen, die vermeintlich Verantwortlichen zu decken und den Vorfall ungestraft zu belassen“.

Die SPP vermutet, dass der sozialkritische Galeano aus dem Kommissariat des Bezirks Azotey entführt wurde, auf Befehl von Luiz Carlos Da Rocha. Da Rocha wird von der Polizei verdächtigt, in den Drogenhandel verwickelt zu sein. Die Journalistengewerkschaft klagt weiter an, dass „in den acht Monaten seines [Galeanos] Verschwindens weder die Polizei noch die Generalstaatsanwaltschaft eine ernst zunehmende Untersuchung angestrebt hat, um den Verbleib Galeanos zu klären“.

« Blutige Auseinandersetzungen zwischen Minenarbeitern Immunität US-amerikanischer Militärs aufgehoben »

-->

Möchtest du eigene Beiträge schreiben? Weitere Informationen dazu findest du hier...

Südamerika Newsletter
Kundenmeinungen