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Bestrafung von Militärs wegen Vergewaltigung gefordert

Mexiko | 03.08.2006

(Monclova, 3. August 2006, cimac-poonal).- Etwa 500 Frauen und Männer aus verschiedenen Ortschaften des mexikanischen Bundesstaats Coahuila demonstrierten am Mittwoch (3. August) in Saltillo dafür, dass 13 Frauen, die Opfer von Vergewaltigung wurden, Gerechtigkeit widerfahre. Zudem setzten sie sich für die Polizisten ein, die von Angehörigen des Militärs am Eingreifen gehindert wurden. Im Morgengrauen des 11. Juli hatten etwa 20 Soldaten zwei Sexarbeiterinnen aus dem Nachtclub „Las Playas“ sowie elf weitere aus dem „Pérsico“ vergewaltigt. Minuten zuvor war der Soldat José Joaquín Álvarez Flores, der sich mit anderen Angehörigen des Militärs in dem Nachtclub Las Playas befand, als Störenfried aus dem Lokal geworfen worden. Die beiden Lokale befinden sich im Sperrbezirk von Castaños.

Die Soldaten gehören zur Sechsten Militärzone und waren in einer Kaserne in Muzquiz stationiert. Sie waren dafür abgestellt, die Pakete mit Wählerstimmen im Gebäude der Nationalen Wahlkommission in Monclova zu bewachen. Die Militärs hatten ihren Posten verlassen, um den Sperrbezirk im 14 Kilometer entfernten Castaños aufzusuchen. Eine der Sexarbeiterinnen musste sich als Folge des Überfalls einer Abtreibung unterziehen; eine andere Frau erlitt so schwere Verletzungen, dass sie bereits zweimal im Krankenhaus behandelt werden musste.

Die Demonstration begann in der Gemeinde San Antonio de Padua im Zentrum der Stadt und führte vorbei an der in der Kolonie Progreso gelegenen Kaserne, die bereits 36 Stunden zuvor geräumt worden war. Unter den Teilnehmern befanden sich viele Frauen, aber auch zahlreiche Autofahrer schlossen sich der Demonstration an. Auf großen Transparenten wurde Respekt für die Frauen gefordert, die Sonderbehandlung der Soldaten kritisiert sowie die Veröffentlichung der Namen der über 20 Soldaten verlangt, die an den am 11. Juli begangenen Übergriffen beteiligt gewesen waren.

Unter den Demonstranten befand sich auch Raúl Vera López, der Bischof von Saltillo. Auch er übte Kritik an einem Verfahren, das die Soldaten anstatt die Frauen von Castaños schütze. Angesichts der Vergewaltigungen und der Gewalt gegenüber den Tänzerinnen, Sexarbeiterinnen und Polizeibeamten dürfen man „sich nicht verschließen vor dem, was die Gerechtigkeit gebietet“. Auch die Abgeordnete Silvia Garza erklärte, die Militärstaatsanwaltschaft habe die Soldaten, die an der Vergewaltigung der Frauen aus Castaños beteiligt waren, auszuliefern, damit die Gerichtsbarkeit von Coahuila tätig werden könne. „Diese Verbrechen dürfen nicht ungestraft bleiben. Wir fordern die Namen der Täter“, erklärte Garza.

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