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Erweiterung des Panamakanals beschlossen

Panama | 23.10.2006

(Fortaleza, 23. Oktober 2006, adital-poonal).- Am 22. Oktober wurde mit einem Plebiszit ber die Erweiterung des Panamakanals entschieden. 78,6 Prozent der abgegebenen Stimmen sprachen sich fr eine Erweiterung aus. Die Wahlenhaltung war sehr hoch: nur 42 Prozent der Berechtigten gaben ihre Stimme ab.

Laut sozialen Bewegungen wie der Nationalen Front zur Verteidigung sozialer und wirtschaftlicher Rechte Frenadesco (Frente Nacional de Defensa de los Derechos Econmicos y Sociales) und der Organisation Panama Profundo (www.panamaprofundo.org) zeigt die hohe Wahlenthaltung, wie unzulnglich die Kampagne der fr den Panamakanal zustndigen Behrde ACP (Autoridad del Canal de Panam) gegenber einer Bevlkerung gewesen sei, die nicht mehr an gute Taten der Regierung glaube.

Die Wahlenthaltung ist kein spontanes Phnomen. Sie ist ein Zeichen der allgemeinen Verachtung gegenber der Regierung. Sie ist der Beginn des unumkehrbaren Abstands, den die verschiedenen Sektoren der Bevlkerung von den leeren Wahlversprechen genommen haben, so die Organisation Panama Profundo. Mehr als die Hlfte der Bevlkerung nahm nicht an dem Plebiszit teil. Das sind genau diese 60 Prozent der drei Millionen starken Bevlkerung, die in Armut leben, so Panama Profundo. All diese Menschen knnten von den ungefhr fnf Mrd. US-Dollar, die in die Erweiterung des Kanals flieen, profitieren.

Seitdem das Erweiterungsprojekt im April dieses Jahres angekndigt wurde, hat es viele kritische Stimmen aus den sozialen Bewegungen gegeben. Viele behaupten, das Projekt sei nicht mehr als ein deutlicher Beweis fr die in Panama vorherrschenden imperialistischen Bestrebungen. Die Erweiterung sei nicht umfassend mit den von der Erweiterung betroffenen Bewegungen und Gemeinden besprochen worden.

Einige Tage vor dem Referendum organisierte die Frenadesco, die verschiedene panamesische Gewerkschaften in sich vereint, einen groen Protestmarsch. Dort wurde verkndet, dass der geplante Bau weiterer Zugnge zum Kanal nur ein weiterer Vorwand fr die Korruption sei, die zu immer grerer Armut auf dem gesamten Kontinent fhre.

Nach Angaben der Regierung von Martn Torrijos hat der Kanal unter den jetzigen Bedingungen nicht mehr genug Kapazitten fr die tglich circa 40 passierenden Schiffe. Im vergangenen Jahr wurden ungefhr 200 Millionen Tonnen Fracht ber den Panamakanal transportiert, grtenteils zwischen den Lndern Asiens und Nordamerikas. Mit der Erweiterung des Kanals knnte sich diese Zahl verdoppeln und die Bedeutung des Kanals erheblich gesteigert werden.

Ein anderes Argument der Bewegungen gegen die Erweiterung ist die weitere Verschuldung des Landes um 2,3 Mrd. US-Dollar, da nur ein Teil der Kosten durch Einnahmen aus dem Kanal gedeckt werden kann. Der Bau soll nchstes Jahr begonnen werden und ungefhr sieben Jahre dauern.

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