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Indígena-Führer begeht Selbstmord

Kolumbien | 27.10.2006

(Fortaleza, 27. Oktober 2006, adital).- Aus Verzweiflung darüber, seinem Volk nicht bei der Rückkehr in den Regenwald helfen zu können, hat sich ein Anführer des Nomadenvolkes der Nukak-Makú umgebracht. Er nahm ein Gift ein, das die Nukak für den Fischfang benutzen. Wie die Organisation Survival International berichtet, hatte der Indígena-Führer Mao-be versucht, seinem Volk bei der Rückkehr in den Regenwald zu helfen. Die Nukak-Makú mussten von ihrem Land fliehen, als der kolumbianische Drogenkrieg zwischen der Armee, den Paramilitärs und den Guerillagruppen auf ihr Territorium vordrang. Jetzt leben sie am Rande einer Stadt und bitten darum, zurückkehren zu dürfen.

„Er war verzweifelt, weil er es nicht geschafft hat, den Nukak eine Rückkehr auf ihr Territorium zu ermöglichen. Sie lieben ihre Heimat und wollen endlich dorthin zurück“, heißt es in einer Verlautbarung der kolumbianischen Indígenaorganisation ONIC (Organización Nacional Indígena de Colombia). Der Selbstmord ereignete sich nach dem Tod eines neunjährigen Jungen und einer Grippeepidemie, unter der fast ein Viertel des Volkes der Nukak zu leiden hatte. Seit dem ersten Kontakt mit der Außenwelt im Jahre 1988 ist über die Hälfte der Angehörigen des Volkes verstorben. Viele der noch Lebenden leiden an Unterernährung, Durchfall, Grippe und Atemwegserkrankungen.

„Der Tod von Mao-be verdeutlicht auf tragische Weise die Erfahrungen, die die Nukak nach ihrem Kontakt mit der westlichen Gesellschaft gemacht haben. Die kolumbianische Regierung muss nun reagieren und garantieren, dass die Nukak sicher in ihre Heimat zurückkehren können. Dafür ist Mao-be gestorben. Wenn die Regierung nichts unternimmt, wird eines der letzten Nomadenvölker Kolumbiens aussterben“, bekräftigt Survival International.

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