Papagayo Camale�n  
Pivian exchange Puerto La Cruz Spanisch Sprachreise, Spanischkurs und Spanischschule
    Spanischkurse     Portugiesischkurse     Quechuakurse     Praktika     Freiwilligenarbeit     Reiseservice     Community     Über Uns Samstag, der 21. Juli 2018  
Lateinamerika Nachrichten
Südamerika Nachrichten
Mittelamerika Nachrichten
Karibik Nachrichten
Seite merken
Garantien für deine Reise

Iranische Regierung wegen AMIA-Anschlag beschuldigt

Argentinien | 27.10.2006

(Montevideo, 27. Oktober 2006, comcosur).- Zwlf Jahre sind seit dem Anschlag gegen die AMIA, das Zentrum der jdischen Gemeinde in Buenos Aires, vergangen, bis das argentinische Rechtswesen sich endlich fr die Strafverfolgung der Drahtzieher des Verbrechens ausgesprochen hat. Beim damaligen Anschlag starben 85 Personen. Die Hauptverantwortung wird heute dem ehemaligen iranischen Prsidenten Al Akbar Rafsanyani und seinem Minister fr Information und Sicherheit Al Fallahiyana zugeschrieben. Die argentinische Justiz hat gleichfalls Haftbefehle gegen sechs Beamte und Diplomaten erlassen. Der Staatsanwalt Alberto Nisman, Leiter der Sonderuntersuchungseinheit im Fall AMIA, legte jetzt ein umfassendes Gutachten vor, nach dessen Beurteilung der Anschlag gegen die jdische Einrichtung "auf allerhchster Regierungsebene des damaligen Irans beschlossen wurde".

Zuvor hatten die argentinischen Gerichte bereits die Strafverfolgung eines ehemaligen Richters und verschiedener Beamter veranlasst, welche die Beschuldigten und ihre Beihelfer zu decken versucht hatten. Nach den derzeitigen Erkenntnissen beschlossen der damalige iranische Prsident und sein Minister bei einer Sitzung mit verschiedenen diplomatischen Mitarbeitern in Massad (am 13. August 1993), den Anschlag, bei dem beinahe ein Jahr spter das gesamte Gebude des jdischen Zentrums in die Luft fliegen sollte.

Die iranische Regierung verurteilte die Anschuldigungen umgehend und wies sie "als falsch" zurck. Prsident Nstor Kirchner hingegen wahrt weiter Stillschweigen ber das heikle Thema und seine knftigen Schritte in den internationalen Beziehungen beider Nationen, die sich derzeit auf einem Tiefstand befinden. Die Organisationen der jdischen Gemeinde in Argentinien untersttzen die Staatsanwaltschaft. Zugleich brachten aber auch einige Stimmen Zweifel an den Beschuldigungen gegen die damaligen iranischen Regierungsmitglieder zum Ausdruck. So u. a. Laura Ginsberg, die Vorsitzende der Vereinigungen betroffener Familienangehriger. Sie erklrte, die vermeintlichen Beweise beriefen sich auf Unterlagen der Geheimdienste und sind die Antwort auf die Forderungen seitens der Regierungen der USA und Israels, den Fall AMIA abzuschlieen und mit der Verurteilung des Irans in den internationalen Kampf gegen den Terrorismus einzugliedern.

« Anklage gegen Multi Aracruz wegen Beleidigung indigener Gruppen Pinochet unter Hausarrest »

-->

Möchtest du eigene Beiträge schreiben? Weitere Informationen dazu findest du hier...

Südamerika Newsletter
Kundenmeinungen