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Regierung soll Verantwortung für Massaker übernehmen

Kolumbien | 02.08.2006

(Fortaleza, 2. August 2006, adital-poonal).-Der Interamerikanische Gerichtshof für Menschenrechte forderte die kolumbianische Regierung auf, für die Folgen von zwei Massakern in Ituango in der Provinz Antioquia einzustehen. Dabei wurden 19 Menschen von den paramilitärischen Vereinigten Selbstverteidigungsgruppen AUC (Autodefensa Unida de Colombia) ermordet. Die Klage wurde dem Gerichtshof von der Interdisziplinären Gruppe für Menschenrechte und der Kolumbianischen Juristenkommission vorgelegt.

Das erste Massaker ereignete sich am 11. Juni 1997 in der Gemeinde La Granja. 22 Paramilitärs drangen damals in die Gemeinde ein, ordneten die Schließung aller öffentlichen Einrichtungen an und ermordeten vier ausgewählte Bauern. Das zweite Massaker geschah am 25. Oktober 1997 in der Gemeinde El Aro. Dabei griffen die Paramilitärs die Gemeinde an, ließen die Einwohner im Zentralpark versammeln und ermordeten 15 von ihnen.

Laut Presseinformationen sei die Regierung dem Urteil nach verantwortlich für die Verletzung des Rechts auf Leben, für die Vertreibung von Bauern und für Schikanen gegenüber den Einwohnern, da sie nicht die notwendigen Maßnahmen ergriffen hatte, um das Massaker zu verhindern.Staatliche Sicherheitskräfte und Behörden der Region hätten die illegal bewaffnete Gruppe, die das Massaker verübte, festnehmen müssen. Der kolumbianische Präsident erklärte, die Regierung werde ihre internationalen Pflichten ehrenvoll einhalten und das Urteil des Internationalen Gerichtshofs für Menschenrechte mit Respekt anerkennen.

In dem Urteil wird zudem eine Entschädigungszahlung in Höhe von 426.000 US-Dollar an die Familien der Opfer gefordert. Die Regierung muss einen Plan zum Wohnungsbau in den beiden geschädigten Gemeinden umsetzen und den geflohenen bzw. vertriebenen Einwohnern eine sichere Rückkehr in ihre Gemeinde garantieren.

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