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Telesur-Korrespondent Freddy Muñoz verhaftet

Kolumbien | 22.11.2006

(Guatemala-Stadt, 22. November 2006, cerigua-púlsar-poonal).- Der Lateinamerikanische Journalistenverband FELAP (Federación Latinoamericana de Periodistas) äußerte tiefe Besorgnis und Abscheu angesichts der Verhaftung von Freddy Muñoz Altamiranda. Muñoz ist Kolumbien-Korrespondent des lateinamerikanischen Fernsehsenders Telesur und wurde letzten Sonntag (19. November) aus Caracas kommend auf dem Flughafen in Bogotá von Angehörigen des kolumbianischen Staatssicherheitsdienstes DAS (Departamento Administrativo de Seguridad) festgenommen.

Die FELAP schloss sich dem Protest mehrerer Institutionen gegen diesen schweren Angriff auf die Pressefreiheit und die Ausübung des Journalistenberufs an. Der Verband fordert von den kolumbianischen Behörden die unverzügliche Freilassung von Muñoz. Der Korrespondent war auf Anordnung der Staatsanwaltschaft von Barranquilla verhaftet worden. Diese wirft ihm Rebellion und Terrorismus vor. Muñoz ist Gründungsmitglied von Telesur und seit Beginn der Sendetätigkeit für den Kanal in Kolumbien tätig. Wegen seiner Professionalität und ethischen Integrität wird er von seinen Kollegen hoch geschätzt.

Der Telesur-Direktor Andrés Izarra warnte unterdessen vor den Risiken, die die Ausübung eines „objektiven Journalismus“ nach der Festnahme von Muñoz Altamiranda mit sich bringe. Im venezolanischen Fernsehen VTV (Venezolana de Televisión) sagte er während der Sendung „En Confianza“, die gegen den Korrespondenten erhobenen Vorwürfe - Rebellion und Terrorismus - würden üblicherweise als Mittel der politischen Repression angewendet.

Izarra erinnerte daran, dass es in der Staatsanwaltschaft von Barranquilla schon ähnliche Vorfälle gegeben habe. Er erwähnte den Fall von Alfredo Correa, einem an der Universität Simón Bolívar in Barranquilla tätigen Soziologen, der im Jahre 2004 beschuldigt wurde, Ideologe der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens FARC (Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia) zu sein. Nachdem er sich einen Monat lang gegen die Anschuldigungen verteidigt hatte und wieder aus der Haft frei kam, wurde Correa wenige Tage später von Unbekannten erschossen, die vermutlich Verbindungen zu Paramilitärs hatten.

Die Staatsanwaltschaft Barranquilla erklärte Fredy Muñoz bei der ersten Vernehmung am Dienstag, dass sie die Ermittlungen aufgrund der Aussage dreier mutmaßlicher Ex-Guerilleros eingeleitet habe und er wegen vermutlicher Verbindungen zur FARC festgenommen worden sei. Der Journalist wies derartige Anschuldigungen als „unglaubwürdig“ zurück und unterstrich, die gewalttätigen Aktionen, die man ihm unterstelle, seien für ihn „unvorstellbar“.

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