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Internationaler Haftbefehl gegen Ex-Präsident Fujimori

Peru | 22.11.2006

(Buenos Aires, 22. November 2006, púlsar).- Die peruanische Justiz hat einen internationalen Haftbefehl gegen den ehemaligen Präsidenten Alberto Fujimori ausgestellt. Grund dafür ist dessen mutmaßliche Verantwortung für das Massaker an 20 Inhaftierten, die im Jahr 1992 in Lima des Terrorismus angeklagt waren. Der mehrfache Mord an Aktivisten der Guerrilla-Organisation Leuchtender Pfad (Sendero Luminoso) fand am 9. Mai 1992 statt. Einen Monat zuvor hatte Fujimori mit Hilfe der Armee geputscht. In der Folge waren der Kongress und der Oberste Gerichtshof aufgelöst worden.

Omar Pimentel, Richter am Zweiten Provinzübergreifenden Gerichtshof in Lima hat Interpol den Auftrag zur Suche und Festnahme von Fujimori gegeben. Fujimori hält sich zur Zeit mit gerichtlichen Auflagen in Chile auf und wartet dort das Urteil seines Auslieferungsverfahrens nach Peru ab. In Chile soll er für seine Verbrechen gegen die Menschlichkeit und wegen Korruption verurteilt werden. Fujimori hat sich bis heute geweigert, der peruanischen Justiz seine Version über die ihm in diesem Prozess angelasteten Morde darzulegen.

Am 6. Mai 1992 hatte die Fujimori-Regierung die Verlegung von 100 Inhaftierten aus dem Hochsicherheitsgefängnis Miguel Castro-Castro in das Frauengefängnis Santa Mónica angeordnet. Das führte zu einem Aufstand der Gefangenen des Sendero Luminoso. Drei Tage danach griffen 650 Mitglieder einer Spezialeinheit der Polizei und der Armee den Pavillon der Senderistas mit Granaten, Schusswaffen und Sprengstoff an. 42 Personen starben.

Die gerichtlichen Untersuchungen ergaben, dass 20 der Toten extralegal getötet wurden, durch Schüsse ins Herz und in den Kopf. Der einzige Überlebende war Osmán Morote, einer der Führungsmitglieder des Leuchtenden Pfads.

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