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Neue Datenbank im Kampf gegen Sklavenarbeit eingerichtet

Brasilien | 22.11.2006

(Fortaleza, 22. November 2006, adital-poonal).- Den Behrden und Nichtregierungsorganisationen, die sich dem Kampf gegen die verschiedenen Formen der Sklaverei in Brasilien widmen, steht jetzt ein neues Werkzeug zur Verfgung. Dabei handelt es sich um eine Datenbank mit verschiedensten Informationen zur Sklavenarbeit, die in zwei Wochen bereit stehen soll. Seit 1995 konnten bereits 20.000 Menschen aus sklavenhnlichen Verhltnissen befreit werden. Der Nachrichtenagentur Reprter Brasil zufolge waren es allein 16.000 in den letzten vier Jahren.

Die Einrichtung der Datenbank geht auf eine Initiative der Internationalen Arbeitsorganisation OIT und des Arbeitsministeriums zurck. Die Nachricht ihrer Bereitstellung wurde auf dem ersten gemeinsamen Treffen der am Kampf gegen die Sklavenarbeit beteiligten Organisationen (1 Encontro dos Agentes Pblicos Responsveis pelo Combate ao Trabalho Escravo), das bis zum 24. November in Brasilia andauerte, bekannt gegeben.

Radiobrs berichtet, dass der Zugang lediglich staatlichen Stellen sowie Organisationen offen stehen werde, die ihm Kampf gegen Zwangsarbeit in Brasilien engagiert sind. Dazu zhlen die Bundespolizei, die regionalen Arbeitsbehrden, die Staatsanwaltschaften und Arbeitsgerichte sowie die OIT. Darber hinaus sollen Vertreter der Zivilgesellschaft wie die katholische Landpastorale CPT (Comisso Pastoral da Terra), die Gewerkschaften der lndlich Beschftigten sowie Menschenrechtsorganisationen Zugang zu den Daten erhalten.

Das neue System soll dabei helfen, schneller auf Flle von Sklaverei reagieren zu knnen. Die beteiligten Organisationen werden in der Lage sein, ihre Berichte sofort online zu katalogisieren. Das wird zu einem umfassenderen Austausch von Informationen der im gesamten Land registrierten Flle fhren, meint Edgar Brando, einer der Verantwortlichen fr den Aufbau der Datenbank.

Whrend der Zweiten Vernetzten Konferenz zur Sklavenarbeit und berausbeutung auf Farmen und in Khlereien (II Conferncia Interparticipativa sobre Trabalho Escravo e Super-Explorao em Fazendas e Carvoarias no Brasil), die vom 16. bis zum 18. November in Aailndia, Maranho, stattfand, hatten die teilnehmenden Organisationen ein Papier erarbeitet, in dem ein greres Engagement des Staates und der Gesellschaft im Kampf gegen sklavenhnliche Arbeitsverhltnisse gefordert wurde. In dem Manifest wiesen die Konferenzteilnehmer und -teilnehmerinnen darauf hin, dass Brasilien weit davon entfernt sei, die Sklaverei berwunden zu haben. Sie betonten die Notwendigkeit eines speziell auf die Verhinderung solcher Arbeitsformen ausgerichteten Aktionsplans, und zwar unter Beteiligung jener Menschen, die am strksten dem Risiko ausgesetzt sind, versklavt zu werden.

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