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Parlamentarier gegen Schwangerschaftsabbruch

Chile | 22.11.2006

(Santiago de Chile, 22. November 2006, alc).- Das lateinamerikanische Frauengesundheitsnetzwerk RSMLAC (Red de Salud de las Mujeres Latinoamericanas y del Caribe) kritisierte in einer Pressemitteilung die Entscheidung der chilenischen Abgeordnetenkammer, das Gesetzesprojekt ber Abtreibung fr unzulssig zu erklren. Der Vorschlag war von zwei Abgeordneten eingebracht worden. Er zielte ab auf die Entkriminalisierung des Abbruchs bis zur zwlften Schwangerschaftswoche und nach dieser Zeit nach einer Analyse der Grnde.

RSMLAC erklrte, dass diese Entscheidung die Unfhigkeit der chilenischen Demokratie deutlich mache, sich mit einer historischen Problematik wie der Abtreibung ehrlich auseinanderzusetzen. Abtreibung sei zudem die Haupttodesursache bei Mttern. Auerdem richte sich diese Entscheidung gegen die Idee internationaler gesetzlicher Regelungen, die das Leben und die Gesundheit der Frauen schtzen und die von Chile ratifiziert worden seien.

Mehr als 65 Prozent der Weltbevlkerung wrde in Staaten leben, in denen aufgrund von sozio-konomischen Grnden, Vergewaltigung, Inzest, schwerwiegenden lebensbedrohlichen Anomalien des Ftus oder zum Schutz des Lebens und der Gesundheit der Frauen, Schwangerschaftsabbruch ohne Einschrnkung erlaubt sei. Wenige Lnder wrden sie egal unter welchen Umstnden als illegal betrachten. Chile gehre dazu.

Das Netzwerk hob hervor, dass Lnder, in denen Abtreibung legal sei und die gleichzeitig in einem vertraulichen Rahmen sowie der jeweiligen Kultur angepasst, Sexualerziehung und Zugang zu Verhtungsmittel anbten, deutlich weniger Schwangerschaftsabbrche zu verzeichnen htten.

In Chile haben es weder die Strafgesetze und die schlechte Behandlung der Frauen, die Komplikationen bei einer Abtreibung hatten, noch die Denunzierung des Gesundheitspersonals und die darauf folgende Verhaftung geschafft, die Frauen davon abzuschrecken, selber zu entscheiden, eine ungewollte oder unpassende Schwangerschaft abzubrechen. Das Gegenteil ist der Fall. Man schtzt, dass jede dritte Schwangerschaft abgebrochen wird. Jhrlich sind das 160.000 Abtreibungen. Diese Zahl knnen sogar noch hher liegen, erklrt das Dokument.

Es wrden sich arme und reiche, erwachsene und junge Frauen, ebenso wie gebildete und weniger gebildete, glubige und unglubige Frauen zu einem Schwangerschaftsabbruch entscheiden. Allerdings seien es die rmeren, die ihr Leben bei gefhrlichen und unhygienischen Behandlungen riskieren und eventuell auch inhaftiert wrden. ber Abtreibung bei wohlhabenden Frauen werde ffentlich nicht gesprochen, diese htten auch keine Verurteilung zu befrchten.

RSMLAC erklrt am Ende der Pressemitteilung, dass der Gesetzesentwurf der Abgeordneten ein Versuch sei, sich mit diesem schwerwiegenden Gesundheits-, Menschenrechts- und Gerechtigkeitsproblem auseinanderzusetzen und Antworten zu geben. Die Ablehnung des Projektes durch Abgeordnete verschiedener politischer Couleur, sogar von denjenigen, die sich als progressiv und weltlich bezeichnen, ist ein Zeichen von Intoleranz und Fundamentalismus, das sich gegen das Leben und die Gesundheit der Frauen richtet. Somit werden die Frauen als juristische Personen mit Handlungsfreiheit und Autonomie ber ihr Sexualleben und ihr Fortpflanzungsverhalten nicht anerkannt.

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