Papagayo Camale�n  
Pivian exchange Galapagos Spanisch Sprachreise, Spanischkurs und Spanischschule
    Spanischkurse     Portugiesischkurse     Quechuakurse     Praktika     Freiwilligenarbeit     Reiseservice     Community     Über Uns Samstag, der 21. Juli 2018  
Lateinamerika Nachrichten
Südamerika Nachrichten
Mittelamerika Nachrichten
Karibik Nachrichten
Seite merken
Garantien für deine Reise

Verfassungsgericht urteilt zu Gunsten der „Pille danach“

Peru | 30.11.2006

(Lima, November 2006, sem-poonal).- Das peruanische Verfassungstribunal hat in einem Präzedenzfall das Gesundheitsministerium beauftragt, seiner Pflicht nachzukommen und in allen Einrichtungen im Land über die Verhütungsmethode im Notfall („Pille danach“) zu informieren und die Pille kostenfrei abzugeben.

„Das Urteil ist für alle peruanische Frauen von großer Bedeutung. Es ist die Anerkennung ihrer reproduktiven Rechte, da nun das größt mögliche Angebot an Verhütungsmethoden zur Verfügung steht, so die Anwältin der Frauenrechtsorganisation DEMUS (Estudio para la Defensa de los Derechos de la Mujer) Jeannete Llaja.

Am 18. September 2002 reichte eine Gruppe von Bürgerinnen, unterstützt von DEMUS und dem Frauenzentrum Flora Tristan, eine Klage gegen das Gesundheitsministerium ein, um dessen Pflicht auf Förderung und Informierung der „Pille danach“ zu fordern. In der Klage heißt es, dass die staatliche Behörde Gesetze zur Familienplanung verabschiedet habe. Ziel sei es, allen Peruanern und Peruanerinnen umfassende Informationen und qualitativ hochwertige Dienstleistungen bereitzustellen, so dass diese ihre reproduktiven Vorstellungen, einschließlich der „Pille danach“ als Verhütungsmethode, verwirklichen können.

Nach Angaben von Llaja ist das Verhalten des Tribunals sehr wichtig, da es in seinem Urteil zudem gegenüber der Gesellschaft anerkannt habe, dass der peruanische Staat gemäß Artikel 50 der Verfassung laizistisch sei. Die Position der verschiedenen Kirchen sei damit nur eine Referenz.

Die Abgeordneten Elizabeth León von der nationalistischen Partei Unión por el Perú, Güido Lombardi von der konservativen Unidad Nacional sowie Fabiola Salazar und Daniel Robles von der Partei Aprista Peruano sagten ihre Unterstützung für die „Pille danach“ zu. Sie kündigten zudem an, innerhalb des Kongresses eine Gruppe zu gründen, um der staatlichen Bevölkerungspolitik und ihrer Entwicklung Impulse zu geben.

Zudem versprachen sie, Projekte zu fördern, die Frauen den Zugang zu medizinischen Diensten garantieren, um die hohe Müttersterblichkeitsrate im Land zu reduzieren. Die Müttersterblichkeit bei Schwangerschaft, Geburt und Nachgeburt oder Schwangerschaftsabbruch liegt bei 185 Toten pro 100.000 Lebendgeborenen, informiert eine landesweite Umfrage zu Demographie und Gesundheit ENDES 2000 (Encuesta Nacional Demográfica y Salud).

« Triumph über die Opposition – Senat verabschiedet Gesetz zur Agrarreform Präsident entlässt Führung des Militärs und der Polizei »

-->

Möchtest du eigene Beiträge schreiben? Weitere Informationen dazu findest du hier...

Südamerika Newsletter
Kundenmeinungen