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Umsiedlung von 200 Familien aus der Gemeinde San Lorenzo

El Salvador | 04.12.2006

(San Salvador, 4. Dezember 2006, alc-poonal).- Die lutheranische Kirche El Salvadors (Iglesia Luterana Salvadoreña) hat die Umsiedlung von 200 Familien aus der Gemeinde San Lorenzo im Department Santa Ana, 60 Kilometer westlich der Hauptstadt San Salvador, angezeigt.

Nach Angaben von Pastorin Vilma López, Koordinatorin der Mikroregion Westliches Zentrum der lutheranischen Kirche (Microregión Occidente Centro de la Iglesia Luterana), wurde die Umsiedlung am 28. November um drei Uhr nachts durchgeführt. Schwer bewaffnetes Militär und von Rechtspersonal der Gegend begleitete Polizeibeamte drangen in die Wohnhäuser ein und begannen damit, in einer beklemmenden Atmosphäre Gemeindeführer festzunehmen und die Familien umzusiedeln.

Die Gemeinde San Lorenzo wurde von den Finanzinstituten INSEPRO und FINSEPRO aufgebaut. Deren Vorsitzende hatten vor einigen Jahren eine der größten Unterschlagungen in der Geschichte Guatemalas begünstigt und das Wohnprojekt mehr als zehn Jahre lang vernachlässigt. Die jetzt umgesiedelten Familien wurden vom Hurrikan Stan und dem Ausbruch des Vulkans „Ilamatepec“, die jeweils zwischen Oktober und November 2005 stattfanden, geschädigt.

In einer von der Nationalen Vereinigung von Arbeitern der Landwirtschaft ANTA (Asociación Nacional de Trabajadores Agropecuarios) am Freitag (8. Dezember) herausgegebenen Mitteilung wird von mindestens sieben der Organisation angehörenden Gemeindeführern gesprochen, die von der Polizei verhaftet wurden. Sie werden beschuldigt, Bewohner dazu anzustiften, ihre Häuser zu besetzen.

Zudem kritisiert ANTA, dass sich die Umsiedlung zu einem Zeitpunkt ereigne, an dem es fortgeschrittene Verhandlungen mit Instanzen wie dem Vizeministerium für Wohnraum (Vice Ministerio de Vivienda), dem Nationalfonds für öffentliche Wohnräume FONAVIPO (Fondo Nacional de Vivienda Popular) und dem Fond für finanzielle Sanierung und Stärkung FOSAFI (Fondo de Saneamiento y Fortalecimiento Financiero) gegeben habe.

Gemäß den Verhandlungen sollten die Familien die Kosten für die Häuser in erfüllbaren Raten abzahlen. Daher sei die gewaltsame Räumung unverständlich. Nach Angaben des Berichts wird die ANTA in den kommenden Tagen eindringliche Aktionen durchführen, um Freiheit für die Verhafteten und die Rückkehr der umgesiedelten Familien zu erwirken. Die lutheranische Kirche signalisierte, dass sie die Aktionen so lange begleiten werde, bis Gerechtigkeit erlangt worden sei.

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