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JournalistInnen bedroht

Argentinien | 01.12.2006

(Buenos, Aires, 1. Dezember 2006, cimac-poonal).- MitarbeiterInnen der unabhngigen Lokalmedien FM Noticias und Nuevo Diario aus Salta im Nordwesten Argentiniens sind systematischen Morddrohungen per E-mail ausgesetzt. Die Drohungen begannen, nachdem sie Nachforschungen im Fall der ermordeten Aktivistin Liliana Ledesma angestellt hatten.

Eine der betroffenen Journalistinnen ist Marta Csar, Moderatorin der beliebten Nachrichtensendung Piquete y Cacerola. Sie sagt, dass sie die Morde und sexuellen bergriffe anklagt, besonders jene, die nicht in den offiziellen Statistiken auftauchen. Der Mord an Liliana Ledesma sei lediglich die Spitze des Eisbergs.

Marta Csar ist in Salta als aktive Feministin bekannt. Ihre Arbeit im Fall Ledesma beschrnkt sie nicht allein aufs Radio, sie ist auch in der Frauenkommission der Universitt Salta aktiv. Liliana Ledesma kmpfte fr die freie Nutzung lokaler Wege, die mit Vorhngeschlssern und Ketten gesperrt wurden und von Bewaffneten bewacht werde. Etlichen Familien wird dadurch verwehrt, ihre Tiere zur gewohnten Wasserstelle zu fhren. Ledesma beklagte auerdem die illegalen Rodungen.

Die Campesinaaktivistin brach ihr Schweigen in einem Interview mit Marta Csar. Aparicio gab 1999 in Auftrag, meinen Mann zu tten. Er arbeitete mit ihm zusammen im Drogengeschft, sagte sie whrend einer Radiosendung. Diese Erklrung war tdlich. Am 21. September brachten zwei Auftragsmrder Liliana Ledesma fr immer zum Schweigen. Ernesto Jos Aparicio war Abgeordneter der Provinz und musste abdanken, weil er in den Mord an der 39jhrigen Buerin verwickelt war.

In Salta werden Frauen, die Widerstand leisten, die fr ihre Rechte kmpfen und sie einklagen, mit dem Tod zum Schweigen gebracht, sagte Csar whrend einer Demonstration gegen Gewalt gegen Frauen am 25. November gegenber der Nachrichtenagentur Cimac.

Die Eierverkuferin Liliana Ledesma wurde am 21. September in Salvador Mazza durch sieben Schssen gettet. Die Mrder zerschnitten ihr den Mund, ein deutliches Zeichen fr die brigen lndlichen Produzenten, besser zu schweigen.

In Hommage und im Gedenken an den Kampf der Kleinproduzentin Liliana Ledesma werden wir solange nicht aufgeben, bis die geistigen Drahtzieher dieses Verbrechens im Gefngnis sind, sagt Marta Csar und zeigt uns die dritte Drohung, die die Radiostation erreichte, um sie zum Schweigen zu bringen.

Marta Sesar, fr dich haben wir das Beste von allem. Wir werden dich zu Scheie machen. Du hast alles aufgedeckt und deshalb steckst du und deine Abgeordnetenschwester (Kirchneristin, Nora Csar) bis zum Hals im Dreck. Wir werden euch alle hochjagen, verstehst du? Wenn ihr weitermacht mit der kleinen Zeitung (Nuevo Diario de Salta), werden wir die auseinandernehmen, einen nach dem anderen, wir werden die Redaktion anznden, ihr Hurenshne, damit ihr nicht mehr von den kleinen Leuten so redet, wir sind ehrliche Arbeiter, so der Drohbrief.

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