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Zehn Jahre Friedensabkommen: keine wesentlichen Fortschritte

Guatemala | 12.12.2006

(Guatemala-Stadt, 13. Dezember 2006, cerigua).- Nach Meinung der berregionalen Bauernorganisation Coordinadora Nacional de Organizaciones Campesinas (CNOC) sind auch zehn Jahre nach der Unterzeichung des Abkommens fr festen und dauerhaften Frieden (Acuerdo de Paz Firme y Duradera) nicht die gewnschten Vernderungen eingetreten. Ihre Kritik sttzt die Organisation auf eine vom Sozialforschungsinstitut AVANCSO vorgelegte Liste mit den wichtigsten Themen, die bisher keine angemessene Bercksichtung fanden.

In einer Pressekonferenz erklrte die Leitung der CNOC, die Regierung habe das am 29. Dezember 1996 geschlossene Abkommen nicht ernst genug genommen, insbesondere im Hinblick auf die Problematik im Agrarsektor. Damit habe sie den bewaffneten Konflikten Vorschub geleistet. Wie der Sozialforscher Danilo Rivera in seinem Artikel Die Probleme der Landwirtschaft und die Friedensvertrge aufzeigt, lassen notwendige Umstrukturierungen auf dem Land immer noch weitgehend auf sich warten.

Das Abkommen ber soziokonomische Aspekte und die Agrarsituation AASESA enthlt eine Reihe von Manahmen zur berwindung der Ausgrenzung und der Ungleichheit sowie zur Umverteilung und Umstrukturierung des Landbesitzes in Guatemala. Wie aus den vom Bauernverband CNOC vorgelegten Untersuchungsergebnissen hervorgeht, leben jedoch 80 Prozent der indigenen Landbevlkerung in Armut. Daran zeige sich, dass das Friedensabkommen der staatlichen Ausgrenzung der Indgenas keinesfalls ein Ende gesetzt habe, so die Leitung des Bauernverbands.

Die AVANCSO-Studie wrdigt die Fortschritte in der Agrarproblematik, weist jedoch gleichzeitig darauf hin, dass das aktuelle Agrarmodell vor allem der herrschenden Klasse zugute komme. Wie Rivera deutlich macht, lag es im Interesse der Grundbesitzer, den Status Quo nach Mglichkeit aufrechtzuerhalten; entsprechend hatten diese sich bemht, den Reformprozess weitestgehend zu blockieren. So auch im Fall des vom Obersten Gerichtshof ins Leben gerufenen sektorenbergreifenden Gremiums zur Agrarfrage, dem es ebenfalls nicht gelang, seine Ziele in die Praxis umzusetzen.

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