Papagayo Camale�n  
Pivian exchange Cartagena Spanisch Sprachreise, Spanischkurs und Spanischschule
    Spanischkurse     Portugiesischkurse     Quechuakurse     Praktika     Freiwilligenarbeit     Reiseservice     Community     Über Uns Montag, der 22. Oktober 2018  
Lateinamerika Nachrichten
Südamerika Nachrichten
Mittelamerika Nachrichten
Karibik Nachrichten
Seite merken
Garantien für deine Reise

Indigene Bevölkerung kämpft um Land

Brasilien | 13.12.2006

(Rio de Janeiro, 14. Dezember 2006, púlsar).- Rund 300 Indígenas der Ethnien Tupinikim und Guaraní haben am Dienstag (12. Dezember) den Hafen Porticel besetzt. Dieser wird von dem Unternehmen Aracruz Celulose kontrolliert, das auch Ländereien der indigenen Gruppen besetzt hält. Die Indígenas wollten mit ihrer Aktion die Regierung unter Druck setzen, ihnen das Land zuzusprechen, das sie im Bundesstaat Espíritu Santo beanspruchen.

Am Mittwoch (13. Dezember) kamen dann mehrere Tausend Beschäftigte des Unternehmens zum Hafen, um gegen die Indigenen vorzugehen. Einige Indígenas und Aktivisten der Bewegung wurden angegriffen. Gegen Nachmittag, nachdem der Umweltbeauftragte der Aracruz Celulose gekommen war, zogen sich die Arbeiter zurück. Wenig später verließen auch die Indígenas den Hafen.

Die Indígenas beschlossen daraufhin, zehn Vertreter der Tupinikim und Guaraní nach Brasilia zu schicken. Diese sollten sich dafür einsetzen, dass das von dem Unternehmen genutzte Land zurückgegeben wird. Sie wollten mit dem Präsidenten der Nationalen Indígena-Organisation Funai (Fundação Nacional do Índio) Mercio Pereiro Gomes sprechen. Zudem sollte versucht werden, Justizminister Marcio Thomas Bastos zu treffen. „Wir verlassen Brasilia nicht, ohne vom Minister eine Entscheidung über unser Land gehört zu haben“, sagte der Indígena-Sprecher Torinho Tupinikim.

Seit dem 12. September liegt dem Minister eine Stellungnahme der Funai bezüglich der Demarkation des Indígena-Landes vor. Bis heute gab es keine Fortschritte, obwohl eine offizielle Frist von 30 Tagen vorgegeben war. Außerdem hatte der Justizminister sich bereits im vergangenen Februar zum Handeln verpflichtet, sobald die Funai eine Entscheidung trifft.

Während der Besetzung des Hafens erhielten die Indígenas Unterstützung von Studenten und der Landlosenbewegung MST (Movimento dos Trabalhadores Rurais Sem Terra). Auch in anderen Ländern gab es Solidaritätskundgebungen, etwa in den USA, in Deutschland und Norwegen. Dort wurden bei den brasilianischen Botschaften Petitionen abgegeben, die die Räumung des Landes der Tupinikim und Guaranís forderten.

« Morddrohungen gegen Geistliche Solidarischer Beschluss für Armutsstaaten »

-->

Möchtest du eigene Beiträge schreiben? Weitere Informationen dazu findest du hier...

Südamerika Newsletter
Kundenmeinungen