Papagayo Camale�n  
Pivian exchange Salvador da Bahia Portugiesisch Sprachreise, Portugiesischkurs und Portugiesischschule
    Spanischkurse     Portugiesischkurse     Quechuakurse     Praktika     Freiwilligenarbeit     Reiseservice     Community     Über Uns Sonntag, der 22. April 2018  
Lateinamerika Nachrichten
Südamerika Nachrichten
Mittelamerika Nachrichten
Karibik Nachrichten
Seite merken
Garantien für deine Reise

Nukleare Unsicherheit geht weiter

Argentinien | 07.01.2007

(Montevideo, 7. Januar 2007, comcosur-poonal). In weniger als einem Monat gab es zwei Zwischenflle im Atomkraftwerk Embalse Rio Tercero. Damit wird die Entscheidung, das Kernkraftwerk 25 weitere Jahre in Betrieb zu halten, noch fragwrdiger. Nach der jetzigen Strung beklagte die Stiftung fr Umweltschutz FUNAM (Fundacin para la Defensa del Ambiente) mangelhafte Informationsvermittlung und hinterfragte das Sicherheitsniveau der Anlage.

Mitte Dezember wurde das AKW bereits vom Netz genommen, weil ein Khlungssystem ausgefallen war und die Reparaturen vier Tage andauerten. 20 Tage spter ereignete sich dann der neue Zwischenfall, weswegen das Werk bislang nicht wieder in Betrieb genommen wurde.

Der FUNAM-Vorsitzende Ral Montenegro erklrte: Es ist unzulssig, dass sich die Nukleare Kontrollbehrde ARN (Autoridad Regulatoria Nuclear) - eine nationale Kontrollorganisation, die den Betreibern der Anlage sehr nahe steht -, damit begngt, eine Mitteilung an die Presse zu verschicken, die den Zwischenfall nicht beschreibt und auch nicht erklrt, warum das AKW berhaupt stndig mit Zwischenfllen zu kmpfen hat. Wenn die ARN unterstreicht, dass dieses Vorkommnis keine Auswirkung auf Personen und Umwelt hat, aber nicht detailliert preisgibt, was passiert ist, wird es schon irgend etwas Ernsteres sein. FUNAM fragte die Bundesumweltministerin Romina Picolotti und den Prsidenten der Agentur fr Umwelt Crdoba, Horaldo Senn, warum sie jedes Mal wegschauen, wenn in Embalse eine Panne passiert.

Dr. Ral Montenegro erinnerte daran, dass das Kernkraftwerk Embalse eine lange Geschichte von Zwischenfllen hat, die geheim gehalten wurden. Er zeigte an, dass diese Folge von Pannen den Entschluss unvernnftig macht, die Laufzeit um 25 Jahre zu verlngern. Embalse sollte im Jahr 2010 geschlossen werden, aber die Bundesregierung will, dass das Werk berholt wird und weiter in Betrieb bleiben soll. Montenegro fgte hinzu, wenn die Zentrale heute einen Zwischenfall nach dem anderen erlebt: Was knnen wir von Embalse erwarten, wenn die Ausstattung noch lter und obsolet ist? Er regte an, dass die Verlngerung der Laufzeit eine ffentliche Entscheidung sein msse und nicht aus einer Laune des Ministers fr ffentliche Aufgaben Julio de Vido enstehen drfe.

Montenegro beurteilte die Umweltsituation an dem See, den das AKW zur Khlung benutzt, als im Endstadium befindlich. Es handele sich um einen See, der seit mehreren Jahrzehnten kloakische und radioaktive Abflle abkriegt. FUNAM forderte die Regierung von Crdoba auf, ein unabhngiges Auditorium einzurichten, um die radioaktive Belastung zu evaluieren, die das AKW im Tal von Calamuchita bereits verursacht habe. Dieses Auditorium solle nicht nicht von der Nuklearen Kontrollbehrde und auch nicht von der Nationalen Atomenergiekommission ausgerichtet werden. Montenegro bat auerdem darum, dass man verschiedene Stdte der Provinz auf einen nuklearen Strfall siebten Grades, den hchstmglichen vorbereite. Er kritisierte, dass derzeit Simulationen und Instruktionen nur fr einen Umkreis von zehn Kilometer um das AKW herum existieren. Das sei ein Ausdruck dafr, dass man die Sache nicht sehr ernst nehme.

« Haftbefehle gegen Isabel Pern und Ex-Chef der `Triple A Regierung verlngert Fristen zugunsten von CELCO »

-->

Möchtest du eigene Beiträge schreiben? Weitere Informationen dazu findest du hier...

Südamerika Newsletter
Kundenmeinungen