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28 registrierte Morde an Journalisten im Jahr 2006

Lateinamerika | 07.01.2007

(Quito/Buenos Aires, 7. Januar 2007, alai-plsar-poonal).- Nach Angaben der der Lateinamerikanischen Journalistenfderation FELAP angeschlossenen Kommission zur Aufklrung von Anschlgen auf Journalisten CIAP, wurden im Jahr 2006 insgesamt 28 Journalisten ermordet, fnf weitere gelten als verschwunden. Mit insgesamt zehn tdlichen Anschlgen auf Journalisten fhrt Mexiko die Liste an. Die weltweite Zahl der Opfer variiert je nach Quelle. Am glaubhaftesten erscheinen die Angaben des Weltverbands der Zeitungen, der von 105 Toten spricht. Allein im Irak haben demnach 48 tdliche Angriffe auf JournalistInnen stattgefunden.

Vergangenen Dezember hatte der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen einstimmig eine Resolution verabschiedet, die jegliche Art von Angriffen auf JournalistInnen in Krisengebieten verurteilt und kriegerisch verfeindete Banden dazu aufruft, die Berichterstatter und ihre Arbeit zu respektieren. Mit dieser Resolution wiederholt die UNO eigentlich nur die Erklrung der Genfer Konvention, nach der auch in Kriegsgebieten Reporter als Zivilpersonen zu betrachten sind und daher ihre krperliche Unversehrtheit zu wahren ist.

Die Stellungnahme der UNO verschliet sich damit vllig vor der Realitt in lateinamerikanischen Lndern, in denen, ob Kriegsgebiet oder nicht, Journalisten von Drogenhndlern und Angehrigen verschiedener mafiaartiger Gruppierungen gettet werden, und zwar einfach, um sie als Zeugen begangener Verbrechen aus dem Weg zu rumen. Die Ermordung von Journalisten hatte whrend der brgerlich-militrischen Diktaturen in den siebziger Jahren extrem zugenommen. Diese Gewalt setzte sich unter den folgenden Regierungen fort und dauert bis heute an.

Im August teilte das Referat fr Meinungsfreiheit der Organisation Amerikanischer Staaten mit, dass in den letzten zehn Jahren 83 Morde in Kolumbien sowie je 24 in Brasilien und Mexiko registriert worden seien. Weitere tdliche Angriffe auf JournalistInnen htten in Guatemala, Ecuador, Hait, Nicaragua, Venezuela sowie weiteren Lndern stattgefunden.

CIAP-Leiter Jos Dos Santos sprach im vergangenen November vor den Teilnehmern des 5. Treffens der Kriegsberichterstatter in Havanna die systematische Einschchterung der Presse an. In Lateinamerika werden JournalistInnen umgebracht, ohne dass sich das Land im Brgerkrieg befindet oder von einer feindlichen Invasion bedroht wird. Eine Ausnahme bildet der Krieg niedriger Intensitt, von dem Kolumbien bereits seit einem halben Jahrhundert geschttelt wird. Dos Santos erinnerte zudem daran, dass auf dem lateinamerikanischen Kontinent seit 1976 etwa 800 Journalisten gettet worden seien.

Ein weiteres Problem ist die Straflosigkeit, von der die Morde an JournalistInnen in der Regel begleitet werden. Nach Angaben des US-amerikanischen Komitees zum Schutz der Journalisten fielen zwischen 1992 und 2006 insgesamt 580 Journalisten Mordanschlgen zum Opfer. Bei 85 Prozent der Flle sei keine strafrechtliche Untersuchung angestrengt worden. Genauso gestalte sich auch die Situation in Lateinamerika.

Der Internationale Journalistenverband FIP spricht von zehn ermordeten und vier verschwundenen Journalisten in Mexiko im Jahr 2006. Alle hatten sich mit dem organisiertem Verbrechen und Korruptionsaffren befasst. Die Organisation Reporter ohne Grenzen berichtete vor einigen Wochen mit Blick auf die sechsjhrige Regierungszeit von Vicente Fox, die am 2. Dezember 2006 zu Ende ging: Die Amtszeit des Prsidenten Fox kann auf die traurige Bilanz von insgesamt 20 ermordeten JournalistInnen zurckblicken, wobei nicht in einem einzigen Fall versucht wurde, die Hintermnner der Verbrechen aufzuspren. Die Organisation erklrte weiter, Mexiko habe sich im Jahr 2005 fr PresseberichterstatterInnen zum gefhrlichsten Land auf dem amerikanischen Kontinent entwickelt. Weltweit stehe Mexiko an zweiter Stelle und werde in seiner Gefhrdung fr JournalistInnen nur noch vom Irak bertroffen.

« Heftige Konflikte vor dem Mercosur-Gipfel in Rio de Janeiro Urteilsverkndung im Fall Castaos mglicherweise im April »

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