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Konflikt um Zellulosefabriken dauert an

Argentinien | 16.01.2007

(Fortaleza, 16. Januar 2007, adital-poonal).- Aktivisten, die gegen den geplanten Bau von zwei Zellulosefabriken in Uruguay protestieren, halten zwei der drei Brcken, die Argentinien und Uruguay miteinander verbinden, besetzt. Die Regierungen beider Lnder erwarten eine baldige Entscheidung des Internationalen Gerichtshofes in Den Haag. Die uruguayische Regierung hatte dort auf das Recht fr freien Verkehr geklagt.

Seit dem vergangenen Wochenende ist die Strae 135, die zur Brcke fhrt, die den argentinischen Ort Coln mit der Regionalhauptstadt Paysandu in Uruguay verbindet, fr den Verkehr auf unbestimmte Zeit gesperrt. Verantwortlich dafr sind die Bewohner des argentinischen Ortes Gualeguaych, die seit Dezember schon die Hauptverbindungsstrae ber den gemeinsamen Grenzfluss Ro Uruguay ins uruguayischeFray Bentos blockieren. Mit den Aktionen protestieren sie gegen den Bau einer Zellstoffabrik, die fr den finnischen Konzern Botnia Papier produzieren soll. Die Protestler befrchten, dass die Fabrik den Fluss verschmutzt.

Die Strnde im Sden und Osten Uruguays sind traditionelle Urlaubsziele von Zehntausenden von Argentiniern, die 80 Prozent der jhrlichen Besucher des kleinen Landes (3.2 Millionen Einwohner) ausmachen. Die Unmglichkeit des Touristenverkehrs und des Verkehrs von Immigranten aus Uruguay, die im Nachbarland wohnen, verursacht jetzt mitten im Sommer groen Unmut. Im vergangenen Jahr, nach hnlichen Protestaktionen, errechneten uruguayische Behrden Verluste in Hhe von etwa 500 Millionen US-Dollar.

In den ersten Wochen des neuen Jahres reisten 45.000 Touristen nach Uruguay. Das sind 14.000 weniger als zum selben Zeitpunkt im Jahr 2006, obwohl es bereits damals lang andauernde Verkehrsblockaden gegeben hatte. Die Rechtsvertreter beider Lnder gehen davon aus, dass der Internationale Gerichtshof in Den Haag in den kommenden Tagen ein Urteil ber die Klage aus Uruguay fllen wird. Das Land fordert, dass die argentinische Regierung dazu verpflichtet wird fr die Rumung der besetzten Straen zu sorgen. Es ist in diesem Zusammenhang die Rede davon, dass die im gemeinsamen Wirtschaftsbndnis Mercosur getroffene Vereinbarung ber freie Zirkulation verletzt wird.

Die Streitsache zwischen den beiden Lndern wurde schon im vergangenen Jahr in Den Haag vorgelegt. Damals hatte Argentinien Uruguay angeklagt, mit dem geplanten Bau von zwei Zellstofffabriken den bilaterale Vertrag von 1975 gebrochen zu haben. In dem Vertrag ist festgelegt, dass sich die beiden Lndern vorab informieren mssen, bei Vorhaben, die den gemeinsamen Grenzfluss betreffen. Das spanische Unternehmen ENCE, eines der beiden Betreiberunternehmen der geplanten Fabriken, hat die Bauarbeiten vorbergehend eingestellt.

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