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Umweltaktivisten unter ständiger Bedrohung

Guatemala | 24.01.2007

(Guatemala-Stadt, 24. Januar 2007, cerigua-poonal).- Personen, die sich im Rahmen ihrer Arbeit für die Achtung und den Schutz der natürlichen Ressourcen in Guatemala einsetzen, seien fortwährender Gefahr ausgesetzt. Sie erhielten Todesdrohungen, würden mittels Anzeigen verfolgt und seien illegaler Freiheitsberaubung ausgesetzt, ohne dass der Staat für ihre Sicherheit garantiere, erklärte Estuardo Pacheco von der Regionalen Bauernvereinigung ASORECH (Asociación Regional Campesina Chortí) gegenüber der Nachrichtenagentur Cerigua. Die Umweltschützer zögen es in den meisten Fällen vor, keine Anzeige zu erstatten, da Straflosigkeit und Korruption innerhalb der Staatsapparate ihre Lage nur noch erschwere.

Nach Angaben Pachecos haben die Anzeigen wegen illegalem Holzschlag im Department Chiquimula, die seine Gefährten kürzlich stellten, dazu geführt, dass diesen von Unbekannten mit dem Tod gedroht wurden. Die Betroffenen hätten sich, um die Sicherheit ihrer Familien zu gewährleisten, aus dem Verfahren zurückgezogen. Derzeit käme es darauf an, die Bevölkerung dafür zu sensibilisieren, die verschiedenen Eingriffe gegenüber den natürlichen Ressourcen zur Anzeige zu bringen. Nichtsdestotrotz sei es aber schwierig, formale Verfahrenswege einzuleiten, da die Gegner in allen Bereichen der Gesellschaft integriert seinen, so Pacheco weiter.

Carlos Albacete und seine Frau Piedad Espinoza, beide Mitglieder der Umweltschutzorganisation Grüne Tropen (Trópico Verde), wurden in der vergangenen Woche Opfer zweier bewaffneter Überfälle, bei denen Carlos Albacete leicht verletzt wurde. Um ihr Leben zu schützen, befindet sich das Ehepaar derzeit außer Landes. Sie verstehen die Attentate als Folge ihrer verschiedenen Anzeigen gegen das Eindringen in das Biosphärenreservat Maya.

Der italienische Biologe Flaviano Bianchini vom Kollektiv Mutter Regenwald (Colectivo Madre Selva) erstellte eine Studie über den Fluss Tzalá in Sipakapa, San Marcos, in der er auf Metallvorkommen im Wasser hinwies. Seit der Veröffentlichung der Studie hat er mehrere Anrufe erhalten, in denen er aufgefordert wird, sich in Acht zu nehmen.

Edwin Ochoa und sein Assistent Armando Vásquez vom Nationalrat für geschützte Gebiete Conap in Izabal wurden in der Nacht des 29. Februar 2000 ermordet. Beide hatten zuvor die Umweltzerstörung in der Region angezeigt. Zwei der mutmaßlichen Mörder befinden sich in Haft. Auch wenn bis heute die Hintermänner der Tat nicht offiziell bekannt sind, geht man davon aus, dass es sich um einen Militär und zwei Politiker handelt.

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