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Mehr als 300 Menschen in Militärgefängnis ermordet

Peru | 29.01.2007

(Montevideo, 29. Januar 2007, ecupress-poonal).- Mindestens 300 Menschen wurden Mitte der achtziger Jahre im in den peruanischen Bergen gelegenen Militärgefängnis Los Cabitos in Ayacucho ermordet. Nach Angaben eines anonymen Informanten und vermutlichen Zeugen der Verbrechen war dies am Anfang der Regierungszeit des damaligen Präsidenten Alan García (1985-1990) eine gängige düstere Praxis.

Der Informant behauptete später, er habe während des Bürgerkriegs, der das Andenland in den letzten 20 Jahren des vergangenen Jahrhunderts erschütterte, als Unteroffizier in dieser Kaserne gedient und machte in einem am 25. Januar über den Fernsehkanal La Ventana Indiscreta ausgestrahlten Bericht haarsträubende Geständnisse.

So hätten die Verantwortlichen für die Morde keinen Unterschied zwischen Männern, Frauen und Kindern gemacht und ausnahmslos alle Gefangenen in Los Cabitos hingerichtet. Es gäbe keinen Zweifel darüber, dass alle Hinrichtungen von den Militärchefs angeordnet worden sind und dass die „Militärspitze und sogar der Präsident“ Kenntnis über diese Vorfälle hatten.

Des Weiteren versicherte der Informant, dass die Gefängnisvorsteher einen Ofen zur Verbrennung der Leichen bauen ließen, so dass alle Spuren solcher außergerichtlichen Hinrichtungen vernichtet werden konnten. „Diesen Gestank werde ich nie vergessen.“, sagte er im Bezug auf die Verbrennung der Körper. Die des Terrorismus verdächtigten Gefangenen seien zunächst verhört worden. „Nachdem man ihnen Informationen abgerungen hatte, sagte man ihnen, sie würden auf freien Fuß kommen. Doch geschah dies nie. Man brachte sie in einen anderen Bereich des Gefängnisses, wo sie durch einen Kopfschuss getötet wurden.“

Im vergangenen Oktober fand die damals für Ayacucho zuständige Staatsanwältin Cristina Olazábal nahe dem Militärgefängnis menschliche Überreste der Opfer. Laut dem Informanten sollen es noch etliche andere Orte geben, an denen die Reste der verbrannten Leichen begraben worden seinen. Die Zeugenaussage wurde von der Wahrheits- und Versöhnungskommission aufgenommen und auch an die Staatsanwaltschaft von Ayacucho weitergeleitet, die die Identität des Zeugen vertraulich behandelte.

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