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Handelsbilanz mit den USA auf Rekordstand

Mexiko | 14.02.2007

(Mexiko-Stadt, 14. Februar 2007, npl).- Nach zweistelligen Steigerungsraten hat der Handelsaustausch Mexikos mit den USA im vergangenen Jahr mit mehr als 330 Milliarden Dollar eine weitere Hchstmarke erreicht. Auch der berschuss zugunsten Mexikos war mit 64 Milliarden Dollar so hoch wie nie zuvor. Er bertraf das Handelsbilanzplus von 2005 gleich um knapp 30 Prozent. Damit kann das Land die Handelsdefizite ausgleichen, die es mit fast allen anderen wichtigen konomien wie beispielsweise Deutschland oder dem EU-Block in seiner Gesamtheit hat.

Die auf den ersten Blick beeindruckenden Zahlen tuschen jedoch zum Teil. So verlor Mexiko in 2006 den zweiten Platz als nach Kanada zweitwichtigster Handelspartner der USA an China. Vor allem in der Textil- und Eisenhttenindustrie ist das Land gegen die Chinesen immer weniger wettbewerbsfhig. Trotz des relativen Bedeutungsverlustes gegenber der asiatischen Nation bleibt Mexiko aber im Rahmen des NAFTA-Vertrages nach wie vor extrem abhngig von der Performance der US-Wirtschaft. ber 80 Prozent des gesamten Auenhandels werden mit dem Nachbarn im Norden abgewickelt. Nimmt man die Handelsbilanz von 14 Milliarden Dollar mit Kanada hinzu, so bestimmt NAFTA fast 90 Prozent der mexikanischen Export- und Importwirtschaft. Dies, obwohl Mexiko mit mehr als 40 Lndern Freihandelsvertrge abgeschlossen hat.

Von der immer wieder gepredigten notwendigen Diversifizierung der Handelsbeziehungen ist in der Praxis nichts zu finden. Das in dem Satz "armes Mexiko, so weit weg von Gott, so nah an den USA" ausgedrckte politische Dilemma lsst sich durchaus auf die Wirtschaft bertragen. Es kommt auch darin zum Ausdruck, dass ein groer Teil der Exporte in die USA von im Land operierenden US-Konzernen oder anderen Multis mit mehrheitlich auslndischer Beteiligung abgewickelt wird. Fr die einheimische Industrie fllt von Ausnahmen abgesehen wenig ab. Und immer noch krankt Mexiko an einem unterentwickelten Binnenmarkt. Genau wie bei der Diversifizierung sind die politischen Diskurse zur Frderung der internen Nachfrage vor allem Lippenbekenntnisse gewesen.

Von Gerold Schmidt

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