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Angriffe gegen Flüchtlinge nehmen zu

Guatemala | 15.02.2007

(Escuintla, 15. Februar 2007, cerigua-poonal).- Das guatemaltekische Außenministerium wird eine Warnkampagne für die Bevölkerung von Escuintla in Gang setzen, um über die Gefahren einer Reise in die USA ohne entsprechende Papiere zu informieren. Die Behörde griff zu diesem Mittel, nachdem Guatemalteken in letzter Zeit zunehmend Opfer tragischer Zwischenfälle in Mexiko und den USA wurden. Der letzte Fall ereignete sich diese Woche in Arriaga im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas. Dort gingen Sicherheitsbeamte gegen eine große Gruppe von Zentralamerikanern vor. Dutzende von Flüchtlingen wurden verletzt. Einer Guatemaltekin musste ein Bein amputiert werden, nachdem sie von einem Zug überrollt wurde, als sie zu flüchten versuchte.

Die guatemaltekische Vizeaußenministerin Marta Altolaguirre erklärte gegenüber der Presse, dass diese Kampagne auch in San Marcos, Huehuetenango und Quiché durchgeführt werde. Zusammen mit Escuintla seien dies die Orte, von denen aus am meisten Menschen migrierten. Altolaguirre bat die Bevölkerung, sich über die Risiken zu informieren, die eine Reise ohne Dokumente über Mexiko in die USA mit sich bringe. Die mexikanischen Beamten kündigten an, die Kontrollen zu verstärken. Eine neu geschaffene Grenzpolizei solle eingesetzt werden.

Laut Studien internationaler Organisationen und guatemaltekischer lokaler Regierungen ist Escuintla ein Department, das mit am meisten Geldüberweisungen von im Ausland lebenden Guatemalteken erhalte. Diese Zahlungen würden sich minimieren, wenn sich das scharfe Vorgehen gegen Migranten in dieser Weise fortsetze.

Angesichts der harten Kontrollen an der Grenze zwischen Guatemala und Mexiko sowie an der zwischen Mexiko und den USA, werden höhere Risiken für die körperliche Versehrtheit der ohne die nötigen Papiere Reisenden vorausgesehen. Menschenrechtsaktivisten weisen darauf hin, dass diese Migranten nach neuen Wegen suchen werden, um an ihrem Zielort anzukommen, ohne sich um die damit verbundenen großen Gefahren für Leib und Leben zu scheren. Am vergangenen Donnerstag wurde in Tucson, Arizona ein Guatemalteke erschossen und eine Guatemaltekin erlitt Verletzungen. Der Grund: Unbekannte – wahrscheinlich Entführer – hatten das Fahrzeug, in dem die so genannten „Coyoten“ die beiden dokumentenlosen Guatemalteken über die Grenze brachten, mit Waffengewalt attackiert.

Von José Pelicó

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