Papagayo Camale�n  
Pivian exchange Quito Spanisch Sprachreise, Spanischkurs und Spanischschule
    Spanischkurse     Portugiesischkurse     Quechuakurse     Praktika     Freiwilligenarbeit     Reiseservice     Community     Über Uns Dienstag, der 26. März 2019  
Lateinamerika Nachrichten
Südamerika Nachrichten
Mittelamerika Nachrichten
Karibik Nachrichten
Seite merken
Garantien für deine Reise

Mehr als 500 Tote in den vergangenen drei Monaten

Karibik | 12.02.2007

(Fortaleza, 12. Februar 2007, adital).- Oberst Magno Barrosso, der Oberbefehlshaber des brasilianischen Blauhelm-Kontingents, bestätigte die Festnahme sieben weiterer Mitglieder bewaffneter Gruppen in Cité Soleil, dem Slum im Norden der Hauptstadt Port-au-Prince. Die Einsätze sollen dort auch in den kommenden Tagen fortgesetzt werden. Die Zeitung Angola Press informierte über die Verletzung zweier Blauhelmsoldaten. Einer der beiden sei Brasilianer.

Barrosso sagte weiter, die ausländischen Truppe hätten bei der Besetzung des Wohnhauses des flüchtigen Bandenanführers Evans Ti Kouto mehr als 5.000 Schuss Munition verschiedenen Kalibers sichergestellt. Die lokalen Medien berichten dagegen von nur einer gefundenen Pistole. Nach Informationen des Radiosenders Kiskeya sei der mächtige Bandenchef am Leben und erfreue sich bester Gesundheit. Gerüchte hatten über einen angeblichen Selbstmordes spekuliert. Am Freitag, zu Beginn des Einsatzes der Blauhelme, bekundete Evans Ti Kouto in einem der Radiosender der Hauptstadt, er beabsichtige, seinem Leben ein Ende zu setzen, nach dem er einen seiner Stellvertreter, bekannt unter dem Pseudonym Vanyan Atis, verloren hatte.

An diesem Tag kreisten beinahe 700 Soldaten der UN-Stabilisierungsmission MINUSTAH mit Unterstützung gepanzerter Fahrzeuge, Helikopter und Aufklärungsflugzeuge den Stadtteil Boston der Küstenstadt Cité Soleil ein. Es war der Auftakt zu einer Militäraktion, die das gesamte Wochenende andauern sollte. Der Einsatz führte zu einer Massenflucht der Zivilbevölkerung in andere Stadtteile sowie zu zahlreichen Gegendemonstrationen. Neben scharfer Munition setzten die UNO-Soldaten auch Tränengas ein.

Die nationale Bischoffskommission für Frieden und Gerechtigkeit schätzt die Zahl der in den haitianischen Straßen zu Tode Gekommenen auf 539. Die sei das Ergebnis der Kampfhandlungen seitens der Banden wie auch der Blauhelm-Soldaten.

Trotz des bevorstehenden Ablaufes des Mandats der UN-Mission MINUSTAH, das ursprünglich für den vergangenen Donnerstag vorgesehen war, hat sich der Sicherheitsrat der UNO noch nicht über die endgültige Dauer des Einsatzes verständigt. Er solle aber um mindestens acht Monate verlängert werden, beschloss der UN-Rat in der vergangenen Woche.

« Gespannte Stimmung vor Anti-TLC-Protesten Verstaatlichung der Telefongesellschaft CANTV »

-->

Möchtest du eigene Beiträge schreiben? Weitere Informationen dazu findest du hier...

Südamerika Newsletter
Kundenmeinungen