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Chávez und Kirchner gründen Bank des Südens

Venezuela | 21.02.2007

(Fortaleza, 22. Februar 2007, adital-poonal).- Der venezolanische Präsident Hugo Chávez und sein argentinischer Amtskollege Néstor Kirchner gaben letzten Donnerstag (22. Februar) die Gründung der Banco del Sur (Bank des Südens) bekannt, um die Abhängigkeit der Länder der Region von anderen Kreditinstituten abzuschaffen. Sie rechnen damit, dass sich ganz Südamerika der Initiative anschließen werde.

Der venezolanische Staatschef bestätigte, dass das bilaterale Memorandum voraussehe, dass „weitere Regierungen sich jederzeit anschließen können“ und dass die Bank in „120 Tagen von jetzt an offiziell entstehen wird“. Dies sei der benötigte Zeitraum für den offiziellen Aufbau, die Verfassung einer Satzung, die Beschaffung von Geldmitteln und weiterer Maßnahmen. Chávez rechnet damit, dass Bolivien, Brasilien und Ecuador die ersten Länder sein werden, die sich der Initiative anschließen werden.

Der Hauptsitz der Bank wird in Caracas, Venezuela, liegen. Nach Angaben von Chávez werde der Bau der so genannten Pipeline des Südens von Bolivien nach Argentinien „eines der ersten Unternehmen sein, die von der Banco del Sur finanziert werden“. Die Pipeline soll venezolanisches Erdgas in diese Region bringen. Der venezolanische Regierungschef schlägt seit mehreren Jahren ohne großen Erfolg die Errichtung einer solchen Bank vor. Nun hänge es von den nationalen Zentralbanken ab, dass die Banco del Sur einen Teil der internationalen Reserven jeder einzelner Bank übernehme, so Chávez. Er verwies darauf, dass Venezuela, Argentinien und Brasilien insgesamt internationale Reserven im Wert von 150 Milliarden US-Dollar besitzen. Es sei also vollkommen annehmbar, dass die Länder „mehrere Milliarden US-Dollar von ihren internationalen Reserven für das neue Kreditinstitut bestimmen würden“.

Kirchner verurteilte die Politik anderer Institute wie die der Weltbank. „Die Banco del Sur muss eine andere Philosophie und andere Merkmale haben als die bislang existierenden internationalen Kreditinstitute. Auch diese sind zur Förderung von Investitionen gegründet worden, sind dann aber zur wahren Strafe für die Bevölkerung geworden. Sie greifen in die ökonomischen Entscheidungen der Länder ein,“ erklärte Kirchner. Die Idee sei, dass die Banco del Sur „alle Investitionen unterstützt, die die produktive Anpassung und die physische und soziale Integration von Südamerika und die Entwicklung von strategischen Projekten zum Ziel haben“. Sowohl die Stärksten als auch die Schwächsten müssten Zugang zu der Bank haben, da diese nicht selektiv, sondern solidarisch wirken müsse. Kirchner warnte davor, dass „wenn die Banco del Sur sich nur in ein weiteres Kreditinstitut umwandele, dies ein erneuter Misserfolg für die Region sei“.

Die Gründung der Banco del Sur war nach Angaben von Chávez, der wichtigste Punkt des 24-stündigen Besuches von Kirchner in Venezuela. Bei der Gelegenheit unterzeichneten die Präsidenten 17 weitere bilaterale Vereinbarungen.

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