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Ansteigende Gewalt

Karibik | 09.08.2006

(Fortaleza, 9. August 2006, adital-poonal).- Mindestens 20 Menschen, darunter auch einige Kinder, starben in den letzten Tagen bei Auseinandersetzungen zwischen bewaffneten Gruppen in Martissant, einem Stadtviertel im Sden der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince. Dabei wurden nach Angaben des letzten Berichtes der UN-Mission in Haiti auch drei Blauhelme der Vereinten Nationen verletzt. Trotz der relativen Ruhe whrend des politischen Machtwechsels steigt die Gewalt und die Unsicherheit auf den Straen des rmsten Landes Lateinamerika wieder an. Die Stimmung im Land war einige Monate lang ruhig gewesen, dank der Durchfhrung der Wahlen im Februar 2006 und des Amtsantritts des neuen Prsidenten Ren Prval.

Nach inoffiziellen Daten, die von der Presse verffentlicht wurden, sind im Laufe des letzten Jahres in Haiti 43 US-amerikanische Staatsbrger entfhrt worden. Die Hochburgen der Gewalt sind hauptschlich die Stadtviertel Cit Soleil und Cit Militaire sowie Martissant. UN-Generalsekretr Kofi Annan reiste vergangene Woche nach Haiti. Annan machte darauf aufmerksam, dass die Probleme des Landes ein Ausma erreicht htten, das die Hilfe internationaler Untersttzer bedrfe, um der neuen Regierung in ihrem Kampf gegen Armut, Verbrechen und Unsicherheit zu helfen. Er forderte, der andauernden Unsicherheit im Land, besonders in der Hauptstadt, mehr Aufmerksamkeit zu zollen. Nachdem im Jahr 2005 die Zahl der Entfhrungen durch bewaffnete Gruppen rcklufig waren, steigen sie nun wieder an.

Drogen- und Waffenschmuggel stellen weiterhin ein groes Problem dar und haben dazu gefhrt, dass soziale Organisationen die Regierung und das Mandat der Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen in Haiti (MINUSTAH) kritisierten. Ihnen mangele es an angemessenen Antworten auf die Probleme.

Annan forderte vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen eine Verlngerung des Einsatzes der UN-Blauhelme in Haiti. In seinem letzten Bericht fr den UN-Sicherheitsrat empfahl er, die Truppen der Stabilisierungsmission in ihrer jetzigen Strke zu belassen. Trotz der erfolgreich durchgefhrten Wahlen sind noch 7.000 Soldaten der internationalen Truppe im Land. Grund dafr sei die Unsicherheit, die das karibische Land aufgrund einer Zunahme der mit dem Drogen- und Waffenschmuggel verbundenen Kriminalitt immer noch erlebe.

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