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Gewerkschafter klagen Nucete-Gruppe wegen Sklavenarbeit an

Argentinien | 15.02.2007

(Buenos Aires, 16. Februar 2007, púlsar-poonal).- Die argentinische Landarbeitergewerkschaft UATRE (Unión Argentina de Trabajadores Rurales y Estibadores) und deren Krankenversicherungssystem OSPRERA (Obra Social del Personal Rural y Estibadores de la República Argentina) informierten darüber, dass Tausende von Landarbeitern, so genannte „golondrinas“ (Wanderarbeiter), in der Provinz von La Rioja in Aimogasta unter menschenunwürdigen Bedingungen leben. Die inspizierten Unternehmen Agropecuaria Anjullón S.A., El Benteveo S.A. und CAC S.A. gehören alle der Unternehmens-Gruppe Nucete-Gruppe.

Die beiden Organisationen forderten die für die Einhaltung des Arbeitsrechts verantwortlichen Regierungsbehörden dazu auf, zu intervenieren. Diese sollten dafür sorgen, dass alle Arbeiter in das staatliche Register der Landarbeiter und Angestellten eingetragen werden und das Sozialversicherungsheft der Landarbeiter erhalten. Dies sei das einzige rechtskräftige Dokument im ländlichen Bereich, das das Arbeitsverhältnis schütze. In einer Pressemitteilung hieß es, dass „die Landarbeiter im Olivenanbau von Aimogasta durch diese Maßnahmen in die Sozialversicherung des Landes aufgenommen werden und somit dieselben Vorteile genießen wie die Arbeiter aus anderen Arbeitsbereichen.“

Die Arbeiter sind regelwidrig angestellt, da sie von einer Kooperative unter Vertrag genommen wurden. Dies spricht für die Annahme, dass die Firmen der Unternehmensgruppe das Arbeitsrecht auf unterschiedliche Art und Weise umgehen. Die Angestellten der drei oben genannten Unternehmen äußerten, dass sie weder den Sitz noch die leitenden Angestellten ihrer Firma oder den Verwaltungsrat kennen würden und nie an irgendeiner Betriebsversammlung teilgenommen hätten. Diese Angaben lassen eine Umgehung der arbeitsrechtlichen Bestimmungen vermuten. Dieser Verdacht wird durch die Tatsache erhärtet, dass viele der Arbeiter angaben, sie hätten sich verpflichtet gefühlt, der Kooperative Huentala beizutreten, um in der Olivenernte tätig werden zu können.

Entsprechend den Ergebnissen der Inspektion von UATRE und OSPRERA sind die Arbeiter des Konzerns und deren Familien einem Leben unter menschenunwürdigen Bedingungen ausgesetzt: Sie schlafen in Zelten und müssen dort mit ihren Matratzen oder Wolldecken auf den Brettern der Kisten liegen, in denen die Oliven aufbewahrt werden. Was die Mindeststandards an Hygiene und Sicherheit angehe, so gebe es weder sanitäre Anlagen noch angemessene Beleuchtung.

Die drei Firmen, die den Arbeitern diese erniedrigenden Lebensumstände aufbürden, gehören der Unternehmens-Gruppe Nucete an. Nucete ist der Hauptproduzent im Olivenanbau in der Region und in Argentinien. Die große Mehrheit der befragten Arbeiter, die zur Olivenernte in diese Region kommen, stammt aus dem Norden Argentiniens.

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