Papagayo Camale�n  
Pivian exchange Manta Spanisch Sprachreise, Spanischkurs und Spanischschule
    Spanischkurse     Portugiesischkurse     Quechuakurse     Praktika     Freiwilligenarbeit     Reiseservice     Community     Über Uns Sonntag, der 23. September 2018  
Lateinamerika Nachrichten
Südamerika Nachrichten
Mittelamerika Nachrichten
Karibik Nachrichten
Seite merken
Garantien für deine Reise

Mutmaßliche Mörder salvadorianischer Parlamentarier ermordet

Guatemala | 26.02.2007

(Montevideo, 27. Februar 2007, ecupress). - Vier Polizisten, die am 22. Februar unter dem Verdacht des Mordes an drei salvadorianischen Abgeordneten und ihrem Chauffeur festgenommen worden waren, wurden am vergangenen Montag (26. Februar) in ihren Zellen im guatemaltekischen Gefängnis El Boquerón enthauptet aufgefunden. An diesem Tag hatte dort ein gewaltsamer Aufstand stattgefunden, bei dem der Gefängnisdirektor und vier Angestellte der Haftanstalt als Geiseln genommen wurden.

Die angespannte Situation in der Strafanstalt, die 80 Kilometer südöstlich von Guatemala-Stadt liegt, verschärfte sich an jenem Montag, nachdem die Gefangenen – zumeist Angehörige der Maras oder anderer Banden – drohten, ihre Geiseln zu töten. Zuvor hatten sie die Verantwortung für das Blutbad an den Polizisten übernommen. Ein Teil der Häftlinge bestritt diese Behauptung jedoch und erklärte, dass die Polizisten von einem bewaffneten Kommando hingerichtet worden seien, das zur Besuchszeit am Sonntag in die Haftanstalt eingedrungen sei. Diese Version wurde von den Familienangehörigen der Insassen bestätigt, die versicherten, dass die Wärter „es erlaubt“ hätten.

Nach einem Bericht der Feuerwehr wurden die vier Polizisten in ihren Zellen enthauptet und erschossen. Dabei kam auch ein Gefängnisaufseher ums Leben. Nach den Morden nahmen die Häftlinge den Gefängnisdirektor Vladimir Oruzo und vier Aufseher als Geiseln. Sie drohten, diese umzubringen, sollte die Polizei in die Strafanstalt eindringen.

Die hingerichteten Polizisten waren des Mordes an drei salvadorianischen Abgeordneten und ihrem Chauffeur angeklagt, der eine Woche zuvor stattgefunden hatte. „Hier ist eine Menge Geld geflossen. Hinter dem Verbrechen steht mehr als ein Angriff von Bandenmitgliedern“, erklärte der guatemaltekische Innenminister Carlos Vielmann. Nach Aussagen von Familienangehörigen der Häftlinge passierte der Vorfall am Sonntag ungefähr um vier Uhr nachmittags. Demnach sind die Polizisten im Anschluss an einen längeren Stromausfall aus ihren Zellen herausgeholt und in den Frauensektor gebracht worden. Den gleichen Aussagen zufolge sollen die Häftlinge nach der Aufnahme der Polizisten in die Strafanstalt die Gefängnisleitung informiert haben, dass sie deren Anwesenheit ablehnten.

Als die Polizisten ermordet wurden, erwartete man gerade eine Gruppe von Ermittlern des US-amerikanischen FBI. Die Behörde sollte auf Anfrage der guatemaltekischen Regierung den Fall klären. Die Ermittler sollten nach Angaben von diplomatischen Vertretern der USA an diesem Montag eintreffen. Der salvadorianische Polizeichef Rodrigo Ávila erklärte, dass die Ermordung der Polizisten verhindern sollte, dass alle an dem Verbrechen beteiligten Personen aufgedeckt würden. „Es ging darum, diese Personen zum Schweigen zu bringen, damit sie nicht andere ähnliche Strukturen in den Fall verwickeln können“, sagte er gegenüber dem Radiosender YSKL.

« 17 Mitglieder der Militärdiktatur stehen in Paris vor Gericht Salvadorianische Presse spricht von „Kolumbianisierung“ Guatemalas »

-->

Möchtest du eigene Beiträge schreiben? Weitere Informationen dazu findest du hier...

Südamerika Newsletter
Kundenmeinungen