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Salvadorianische Presse spricht von „Kolumbianisierung“ Guatemalas

Guatemala | 27.02.2007

(Guatemala, 28. Februar 2007, cerigua-poonal).- In Guatemala halten derzeit vollkommen neue Formen der Gewalt Einzug. Die salvadorianische Zeitung „La Prensa Gráfica“ spricht bereits von einer "Kolumbianisierung" des Landes. Damit ist die Unterwanderung der öffentlichen Sicherheitsapparate und des Beamtentums durch die Netzwerke des Drogenhandels gemeint.

Der Leiter der guatemaltekischen Zivilen Nationalpolizei PNC (Policia Nacional Civil), Erwin Sperisen, spricht von mehr als 2.000 Mitglieder der Polizeibehörde, die in Fälle von Entführung, Drogenhandel, Fahrzeugdiebstahl, Korruption und Erpressung verwickelt seien. Darüber informierte „La Prensa Gráfica“ in ihrer Berichterstattung zum Mord an den drei salvadorianischen Politikern und einem Chauffeur sowie den vier ehemaligen Polizisten, denen das Verbrechen zur Last gelegt wird.

Einer Umfrage der Morgenzeitung „Prensa Libre“ zu Folge hat das Misstrauen der Bevölkerung gegenüber der PNC stark zugenommen, seit die drei Mitglieder des Zentralamerikanischen Parlaments der Regierungspartei, dem rechtsgerichteten Republikanisch-Nationalistischen Bündnis ARENA (Alianza República Nacionalista) sowie die des Verbrechens beschuldigten ehemaligen Polizisten ermordet wurden.

Seit mehreren Jahren werde auf die Gefahren des organisierten Verbrechens, der "Kolumbianisierung" des Landes und des Drogenhandels hingewiesen, so „La Prensa Gráfica“ mit Bezug auf journalistische Quellen in Guatemala. Der Drogenhandel versuche sich in Guatemala zu etablieren, um die strategisch günstige geographische Lage des Landes zu nutzen. Ebenfalls gewarnt würde seit längerer Zeit vor dem Einsatz von Geldern, mit denen Politiker gekauft, Kampagnen finanziert und Morde ohne jede Gnade begangen würden, schrieb die Zeitung.

Am vergangenen Montag erklärte der ehemalige Leiter des guatemaltekischen Geheimdienstes, dass zwei Todesschwadrone unter der Duldung des Innenministers Carlos Vielmann und des PNC-Chefs Sperisen im Land operierten.

Zehn Tage nach der Ermordung der Parlamentarier und ihres Chauffeurs, sowie 72 Stunden nach der außergerichtlichen Erschießung der vier Beamten der PNC, scheint die Vermutung, der Fall stünde in Verbindung zum Drogenhandel, an Bedeutung zu verlieren. Die Behörden des Nachbarlandes bestreiten diese Version, doch das Innenministerium hat noch immer keine Erklärung zur Ermordung der Polizisten abgegeben.

« Mutmaßliche Mörder salvadorianischer Parlamentarier ermordet Erfolgreiche Montagsdemo gegen CAFTA »

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