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Weiteres Opfer durch verseuchte Medikamente

Panama | 25.02.2007

(Fortaleza, 26. Februar 2007, adital).- Gestern starb Toribia de García im Krankenhaus Luis Chicho Fabregas in der Provinz Veraguas. Dies gaben ihre Familie und die Ärzte bekannt. Die Frau wurde im Januar in eine Notfallstation eingeliefert, weil sie ein vergiftetes Arzneimittel zu sich genommen hatte. Nach der Nachricht über ihren Tod forderte das Komitee der Angehörigen für das Recht auf Gesundheit und Leben (Comité de Familiares con Derecho a la Salud y la Vida) Gerechtigkeit. Die Gruppe betonte, dass der Gesundheitsminister Camilo Alleyne und der Vorsitzende der Sozialversicherung CSS (Caja de Seguro Social) René Luciani nun zurücktreten müssten.

Indes führt die Staatsanwaltschaft ihre Nachforschungen bezüglich der Todesfälle in Folge von der Einnahme vergifteter Medikamente fort. So wird in Kürze die Exhumierung von acht Leichen vorgenommen. Man geht davon aus, dass auch diese Personen aufgrund der Einnahme von vergifteten Medikamenten starben. Der Staatsanwalt Dimas Guevara wies darauf hin, dass die Exhumierungen vom gerichtsmedizinischen Institut (Instituto de Medicina Legal) empfohlen worden seien. Mitte des Monats ließ die Staatsanwaltschaft bereits elf Körper ausgraben. Bei zwei der Leichen wurden Reste der industriellen Substanz Dietilenglycol gefunden.

Nach Angaben von José Vicente Pachar, dem Leiter des Instituts, seien 80 medizinische Verfahren bei möglichen Opfern durchgeführt worden. Bei mehr als der Hälfte der Personen habe man festgestellt, dass diese zuvor Dietilenglycol zu sich genommen hatten. Nur bei knapp zehn Prozent könne der Konsum ausgeschlossen werden, so Pachar. Bis zum heutigen Tag hat die Regierung bei 51 Todesfällen anerkannt, dass sie im Zusammenhang mit der Einnahme von Dietilenglycol stehen. Staatsanwalt Guevara wies jedoch kürzlich darauf hin, dass mehr als 400 Anzeigen aufgrund der Einnahme des Giftes bei ihm eingegangen seien. Von den 400 betroffenen Personen seien 350 gestorben.

Das Problem wurde erstmals öffentlich, nachdem die Regierung am 2. Oktober 2006 aufgrund von sechs Todesfällen, dessen Gründe damals unbekannt waren, vor einer Epidemie warnte. Offenbar verkaufte das spanische Unternehmen Rasfer S.A. der panamaischen Aktiengesellschaft Medicom (Consorcio Panameño Medicom S.A) 40 Fässer á 209 Liter, die angeblich mit reinem Glyzerin gefüllt sein sollten. Glyzerin wird als Rohstoff bei der Arzneimittelherstellung verwendet. Es stellte sich jedoch heraus, dass sich in Wirklichkeit das giftige Dietilenglycol in den Fässern befunden hatte. Medicom lieferte den vermeintlichen Rohstoff, der zur Medikamenteherstellung dienen sollte, im Jahr 2003 an die CSS.

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