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Kritik an Wasserversorgung in Guayaquil

Ecuador | 08.08.2006

(Fortaleza, 8. August 2006, adital-poonal).- Das Wasserunternehmen Interagua, das seit 2001 Konzessionsinhaber fr die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung in der ecuadorianischen Stadt Guayaquil ist, versorge die Bevlkerung der Stadt nicht ausreichend mit Wasser, gefhrde aufgrund der schlechten Wasserqualitt die Gesundheit der Menschen und habe einen Preisanstieg zu verantworten. Zu diesem Schluss kommt ein Bericht, den die Organisation Observatorio Ciudadano de Servicios Pblicos, eine Art Verbraucherschutzverband fr ffentliche Dienstleistungen in Guayaquil, verffentlicht hat. Seit bernahme der Konzession durch Interagua htten sich die Wassergebhren vervierfacht. ber zwei Millionen Menschen verfgen dem Bericht zufolge nicht ber trinkbares Wasser. Interagua ist der ecuadorianischer Zweig von International Water Services, einem Tochterkonzern des Bau- und Wassermultis Bechtel.

Seit fnf Jahren warten viele Bewohner der zentralen und nrdlichen Stadtviertel Guayaquils auf einen Zugang zu Trinkwasser oder anderweitig nutzbarem Wasser. Weiterhin heit es in dem Bericht, auch dort, wo es Wasser gebe, habe es keine Trinkwasserqualitt. Mehr als zwei Millionen Menschen knnten das Wasser nur nach Vorsichtsmanahmen wie etwa Abkochen genieen.

Auerdem wird in dem Bericht auf den Preisanstieg hingewiesen. Die Brger Guayaquils zahlen heute viermal so viel wie im Jahr 2000. Die Aufsicht ber die Aktivitten des Konzessionsinhabers obliegt den kommunalen Wasserwerken von Guayaquil, Ecapag (Empresa Cantonal de Agua Potable y Alcantarillado de Guayaquil), die aber gegen die Preissteigerungen nicht eingeschritten seien. Ecapag habe die stndigen Preiserhhungen bei der Wasserver- und Abwasserentsorgung genehmigt und untersttzt, um dem Unternehmen die Rentabilitt zu garantieren.

Die Komplizenschaft zwischen Interagua und Ecapag ist schon hufig Gegenstand ffentlicher Kritik gewesen. Letztes Jahr hatte Ecapag Interagua in Schutz genommen, nachdem es in der Bevlkerung 62 vermutlich durch das Wasser hervorgerufene Hepatitisflle gegeben hat. Die Konzession fr Interagua luft 30 Jahre. Von den 55.238 neuen Wasseranschlssen, die in den ersten fnf Jahren installiert werden sollten, hat das Unternehmen bisher nur 35.000 installiert.

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