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300 kolumbianische Flüchtlinge in Ecuador eingetroffen

Kolumbien | 27.02.2007

(Fortaleza, 28. Februar 2007, adital-poonal).- Das Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) appelliert weiterhin an die Öffentlichkeit, die Situation der kolumbianischen Flüchtlinge zur Kenntnis zu nehmen. Es seien über 14 Millionen US-Dollar zur Finanzierung der Arbeit des UNHCR nötig, weil Tausende Menschen Kolumbien aufgrund der bewaffneten Konflikte verließen.

Gestern (27. Februar) teilte die Sprecherin der Organisation in Genf, Jennifer Pagonis, auf einer Pressekonferenz mit, dass allein am Sonnabend (24. Februar) mehr als 300 Kolumbianer ihr Leben aufs Spiel gesetzt haben, um nach Ecuador zu kommen. Die Gruppe sei aus dem Süden Kolumbiens über den Grenzfluss Río San Juan bis in das im Norden Ecuadors, in der Provinz Carchi gelegene Dorf Chical geflohen. Am nächsten Tag seien Mitarbeiter des UNHCR in das Dorf gereist, um dringend benötigte Artikel und Lebensmittel zu verteilen. Auch die Bewohner des Dorfes unterstützten die Flüchtlinge. Laut Angaben des UNHCR sind bisher 315 Personen registriert worden, über die Hälfte davon Kinder. Die Flüchtlinge betonen, dass die Situation in den Konfliktgebieten immer gefährlicher werde und sie sich nur durch die Flucht in ein anderes Land retten könnten.

Diese Flüchtlingsgruppe besteht vorwiegend aus Indígenas vom Volk der Awá, die in der Nähe des Flusses wohnten. Letzten Monat sind schon 40 Afrokolumbianer auf demselben Weg nach Ecuador gekommen. Es wird geschätzt, dass inzwischen insgesamt 250.000 Kolumbianer vor den bewaffneten Auseinandersetzungen nach Ecuador geflohen sind. Weitere 200.000 sollen sich in Venezuela befinden, wo sie um rechtlichen Schutz ersuchen.

Das UNHCR teilte mit, es benötige für das Jahr 2007 dringend 14 Millionen US-Dollar, um seine Programme und Projekte zur Unterstützung der kolumbianischen Flüchtlinge durchführen zu können. Letztes Jahr beliefen sich die Ausgaben auf fast 13 Millionen US-Dollar. Die ecuadorianische Regierung versicherte, sie werde alle Rechte der kolumbianischen Staatsbürger respektieren, forderte jedoch die kolumbianische Regierung zugleich auf, sich für die in Ecuador befindlichen Flüchtlinge mit verantwortlich zu zeigen.

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