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Eingreiftruppe befreit 78 „Sklavenarbeiter“ in Maranhão

Brasilien | 25.02.2007

(Fortaleza, 26. Februar 2007, adital-poonal).- Die mobile Einsatztruppe des Ministeriums für Arbeit und Beschäftigung hat am 24. Februar 78 Arbeiter befreit, die unter sklavenähnlichen Bedingungen lebten. Die Arbeiter erhielten zwar Lohn, doch die Arbeitsbedingungen wurden als unmenschlich angesehen. Für zwei Großgrundbesitzer im Nordosten Maranhãos mussten sie Viehfutter anpflanzen und Felder pflügen.

Die 32 Arbeiter der Hazienda Canaã in der Gemeinde Bom Jesus waren in Hütten aus Stroh und Planen untergebracht, zusammen mit Schweinen, Hühnern und Hunden. Sie mussten fast sechs Kilometer durch steiles Gelände laufen, um zu ihrem Arbeitsplatz zu gelangen. Die Situation der 46 Arbeiter der Hazienda Mirabela II in der Gemeinde Santa Luzia war nicht besser. Sie hatten ihren Schlafplatz in einem Stall für Schafe und Ziegen. „Ihre Hängematten hingen über den Fäkalien der Tiere. Sie mussten über sie hinwegsteigen, um sich hinlegen zu können,“ berichtet der Staatsanwalt und Chef des Einsatztruppe Carlos Henrique Oliveira. Zwei der befreiten Arbeiter waren Jugendliche unter 16 Jahren.

Der Staatsanwalt erklärte, die Kluft zwischen der hochmodernen Ausrüstung zur Aufzucht der Tiere und den Arbeitsbedingungen für die Männer sei enorm gewesen. Die Einsatzgruppe musste mehrere elektrische Zäune passieren, um die Unterkünfte zu erreichen. In beiden Haziendas gab es einen kleinen Laden, in dem die Arbeiter Grundnahrungsmittel kaufen konnten. Tabak, Seife, Reis, Bohnen, Taschenlampen und Batterien wurden überteuert angeboten. Die Schulden der Arbeiter wurden in einem Buch notiert und am Monatsende mit dem Lohn verrechnet.

Die Hazienda Canaã wurde aufgefordert, 45.000 Reais (ca. 16.100 Euro) Abfindung an die Arbeiter zu bezahlen, die Mirabella II 40.000 Reais (14.300 Euro). Die Namen der Eigentümer wurden vom Ministerium nicht genannt.

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