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Homophobie in Brasilien weiterhin verbreitet

Brasilien | 10.08.2006

(Fortaleza, 10. August 2006, adital).- Homophobie ist unter den BrasilianerInnen immer noch eine verbreitete Einstellung. Kurz vor der erwarteten Annahme eines Gesetzes, das Homophobie unter Strafe stellt, gaben 56 Prozent der Befragten bei einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts IBOPE an, dass sie ihr Verhalten gegenber einem Arbeitskollegen ndern wrden, wenn sie erfahren wrden, dass er schwul ist. Weitere 20 Prozent wrden ihn meiden. 36 Prozent wrden einen Homosexuellen nicht in ihrem Unternehmen einstellen, selbst wenn er der am besten qualifizierte Bewerber ist; 45 Prozent wrden den Arzt wechseln, wenn sie von seiner Homosexualitt erfhren.

Vor diesem Hintergrund legte die Abgeordnete Iara Bernardes von der Arbeiterpartei PT in So Paulo dem Parlament den Gesetzentwurf 5.003 aus dem Jahr 2001 zur Abstimmung vor. Die Initiative stellt homophobe Praktiken unter Strafe, unabhngig davon ob sie von Privatpersonen oder VertreterInnen einer Behrde oder eines Unternehmens ausgebt werden. Der Entwurf ist zur Vorlage im Plenum bereit und schon zur Abstimmung vorgemerkt. Bei Annahme der Vorlage wre Homophobie in der brasilianischen Gesetzgebung dem Straftatbestand des Rassismus gleichgestellt.

Nach Angaben der Homo-Organisation Grupo Gay de Baha (GGB) wurden in den letzten 25 Jahren in Brasilien ca. 2.600 Schwule, Lesben und Transvestiten ermordet, das sind mehr als 100 Flle pro Jahr. Im Jahr 2004 wurden 169 Morde an dieser Gruppe begangen, 2003 waren es noch 125 gewesen.

Bei der letzten Parade von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender in Rio de Janeiro forderten die DemonstrantInnen die Annahme des Gesetzes gegen Homophobie sowie des Entwurfs zur Homo-Ehe, der von der ehemaligen Abgeordneten Marta Suplicy eingebracht wurde.

Der von Iara Bernardes vorgelegte Gesetzentwurf gegen Homophobie sieht unter anderem Haft von zwei bis fnf Jahren fr Arbeitgeber vor, die Arbeitnehmer aufgrund ihrer sexuellen Orientierung entlassen oder versetzen. Ein weiterer Straftatbestand wren Behinderung, Verweigerung des Zugangs oder des Verbleibs von Homosexuellen in allen ffentlichen und privaten Einrichtungen. Fr diesen Fall ist eine Haftstrafe von ein bis drei Jahren vorgesehen.

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