Papagayo Camale�n  
Pivian exchange Santiago Spanisch Sprachreise, Spanischkurs und Spanischschule
    Spanischkurse     Portugiesischkurse     Quechuakurse     Praktika     Freiwilligenarbeit     Reiseservice     Community     Über Uns Sonntag, der 22. April 2018  
Lateinamerika Nachrichten
Südamerika Nachrichten
Mittelamerika Nachrichten
Karibik Nachrichten
Seite merken
Garantien für deine Reise

IFEX schlägt Alarm wegen Bedrohung von Journalisten

Guatemala | 05.03.2007

(Guatemala-Stadt, 6. März 2007, cerigua-poonal).- Das Netzwerk für Meinungsfreiheit IFEX (International Freedom of Expression Exchange) schlug am 6. März wegen der Situation einiger Journalisten in Guatemala Alarm. Die betreffenden Pressearbeiter erhielten eine Morddrohung, weil sie über den Fall der ermordeten salvadorianischen Abgeordneten und der vier mutmaßlichen Täter dieser Morde berichtet hatten. Wie IFEX berichtete, wurden die Journalisten Haroldo Sanchez, Leiter des Nachrichtensenders Guatevision, und Samanta Guerrero von Radio Punto am 28. Februar auf unterschiedlichem Wege eingeschüchtert. So sollen sie daran gehindert werden, das Thema weiter zu verfolgen.

Sánchez informierte darüber, dass die Redaktion von Guatevisión seit dem 25. Februar Mordandrohungen erhalte und die Botschaft, die er selbst erhalten habe, detaillierte Kenntnisse über sein Berufs- und Privatleben offenbare. Er sagte außerdem, dass seine Reporter während Recherchearbeiten über die Morde an den vier Polizisten in einem Hochsicherheitsgefängnis von Spezialeinheiten gefilmt worden seien. Nach Angaben von IFEX erhielt die Journalistin Guerrero am gleichen Tag drei Anrufe auf ihrem Handy sowie einen Anruf an ihrer Arbeitsstelle bei Radio Punto. In diesen Anrufen wurde ihr gesagt, dass sie ermordet werde, wenn sie weiterhin Information über diese Fälle publiziere.

In der Nacht vom 19. Februar fand man die Leichen der Abgeordneten des Zentralamerikanischen Parlamentes aus El Salvador, Eduardo D’Abuisson, William Pichinte und José Ramón González, sowie des Fahrers, Napoleón Ramírez, im Gemeindebezirk Villa Canales. Drei Tage darauf wurden vier Polizeibeamte der Einheit gegen die organisierte Kriminalität der Zivilen Nationalpolizei Guatemalas PNC (Policía Nacional Civil) festgenommen. Sie wurden in das Hochsicherheitsgefängnis El Boqueron verlegt, wo sie am Sonntag, 25. Februar, umgebracht wurden. Vermutlich ist ein bewaffnetes Kommando, das sich gegen Ende der Besuchszeit Zutritt verschaffte, für diese Tat verantwortlich.

Eduardo D'Aubuisson, einer der ermordeten salvadorianischen Abgeordneten, war der Sohn von Roberto D'Aubuisson. D'Aubuisson ist der Gründer der Todesschwadronen, die während des salvadorianischen Bürgerkriegs in den Achtziger Jahren gegen die Guerilla und die Bevölkerung vorgingen.

[Text wurde geändert (00:39:22 01.04.2007) von Philip Schilling]

« AMARC kritisiert Richtlinie gegen Basisradios Proteste gegen Freihandelsverträge »

-->

Möchtest du eigene Beiträge schreiben? Weitere Informationen dazu findest du hier...

Südamerika Newsletter
Kundenmeinungen