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Protestmarsch für die Auslieferung Fujimoris

Peru | 05.03.2007

(Lima, 6. März 2007, alc-poonal).- Laut Informationen des Generalsekretärs der Nationalen Menschenrechtskoordination CNDDHH (Coordinadora Nacional de Derechos Humanos), Pablo Rojas, werden Ende März bzw. Anfang April Angehörige der Opfer von Menschenrechtsverbrechen während der Regierungszeit von Alberto Fujimori in Santiago de Chile eintreffen. Sie wollen dort erneut die Auslieferung des ehemaligen peruanischen Präsidenten fordern. Fujimori soll sich vor einem Gericht in seinem Land verantworten.

Die so genannte „Karawane gegen Fujimoris Immunität“ wird in den nächsten Tagen von Lima nach Santiago aufbrechen, so dass sie pünktlich in jenen Tagen dort eintrifft, an denen chilenische Gerichte über Fujimoris Zukunft entscheiden sollen. Ziel des Protestes ist es, dass die chilenische Justiz endlich auf die Forderungen nach der Auslieferung Fujimoris eingeht, die nach Meinung Rojas „von höchster Bedeutung“ für die Verteidigung der Menschenrechte ist.

Rojas sagte, dass dies bereits der zweite von Familienangehörigen der Opfer organisierte Marsch sei. Die entsprechenden Menschenrechtsverbrechen wurden im Jahr 1991 in Limas Stadtteil Barrios Altos und im Jahr 1992 in der Universität La Cantuta verübt. Ein Professor und neun Studenten wurden ermordet.

Rojas rief auch andere Menschenrechtsorganisationen zur Teilnahme an den Protesten auf. Im Gegensatz zum ersten Marsch im November vergangenen Jahres, bei dem es Auseinandersetzungen mit der Polizei gegeben hatte, soll dieses Mal eine Genehmigung von den Behörden eingeholt werden, um solche Störungen zu vermeiden.

Fujimori, Sohn japanischer Einwanderer, war von 1990 bis 2000 peruanischer Präsident und wird der Korruption und der Verübung von Menschenrechtsverbrechen während seiner Amtszeit beschuldigt. Im Jahr 2000 floh er nach Japan und konnte dort aufgrund seiner doppelten Staatsangehörigkeit verweilen. Im Jahr 2005 gab er an, nach Peru zurückzukehren, blieb aber vorerst in Chile, wo er verhaftet und unter Hausarrest gestellt wurde. Im Mai vergangenen Jahres wurde er auf Bewährung freigelassen, während peruanische Gerichte seine Auslieferung forderten. Im November 2006 zog er in den Stadtteil Las Condes um, unweit der japanischen Botschaft. Diese nicht so zufällige Auswahl seines neuen Wohnorts veranlasste viele zu der Annahme, Fujimori werde erneut in das Land seiner Vorfahren flüchten.

Von Víctor Liza Jaramillo

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