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Arbeitslosenaktivist vorübergehend entführt

Argentinien | 04.03.2007

(Buenos Aires, 5. März 2007, púlsar). Am Freitag (2. März) wurde Carlos Leiva, Referent der Arbeitslosenbewegung MTD – Frente Darío Santillán (Movimiento de Trabajores Desocupados - Frente Darío Santillán), entführt und verhört. Zudem wurde seine Erschießung angetäuscht. Der Aktivist hatte zuvor während einer Demonstration Polizisten in Zivil erkannt.

Leiva war gerade auf dem Weg zu einem Treffen von MTD-Delegierten im südlichen Teil der Hauptstadt, als ihn drei Personen gewaltsam in ein Auto mit verdunkelten Scheiben zerrten. Die Entführer hätten ihn sieben Stunden lang in einem Schuppen gefangen gehalten, erklärte er. Dort hätten sie ihn an einen Stuhl und gefesselt und über seine politischen Aktivitäten befragt. Sie hätten nach den „Chefs“ seiner Organisation und den „Verantwortlichen“ der Demonstrationen gefragt. Zudem hätten sie wissen wollen, ob er „Guerillero“ sein wolle und ob er wolle, dass sein Gesicht auf einer Fahne erscheine wie das von Santillán. Damit bezogen sie sich auf einen Angehörigen der Organisation, der im Juni 2002 ermordet wurde und nachdem sich die Organisation seither benennt.

Während des Verhörs habe sich gezeigt, dass die Entführer Kenntnis über jeden seiner Schritte in den Tagen zuvor besessen hätten, berichtete Leiva, nachdem ihn seine Entführer freigelassen hatten. Weiter berichtete er, dass es sich bei seinen Entführern um gut unterrichtete Personen gehandelt habe. Diese hätten permanent Anrufe bekommen und geführt, in denen sie über die Situation des Entführten Auskunft gegeben hätten.

Nach einem langen Verhör, in dem Leiva nicht geantwortet habe, habe ihn einer der Entführer gezwungen, sich hinzuknien und ihm gesagt: „Du wirst der zweite Verschwundene sein. Der Typ befiehlt uns, dass wir dich beseitigen, und das wars.“ Wiederholt habe der Entführer dabei mit einer entladenen Waffe auf den Kopf von Leiba gezielt und abgedrückt.

Am Montag (26. Februar) hatten Mitglieder der MTD zwei Personen wiedererkannt, die sie als Zivilpolizisten entlarvten. Diese hatten versucht, sich der Spitze des Demonstrationszuges zu nähern, um Stück für Stück die Entscheidungen mitzubekommen, die die Organisation fasste. Leiva diskutierte mit ihnen und bat sie, sich auszuweisen. Während der Entführung habe er einen von ihnen wiedererkannt, der ihm gesagt habe: „Wenn du weißt, wer ich bin, dann stell dich nicht blöd, guck mich an, erkennst du mich jetzt?”

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