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Führte eine Vergewaltigung durch Soldaten zum Tod des Opfers?

Mexiko | 13.03.2007

(Orizaba, 14. März 2007, cimac-poonal).- Die Staatliche Menschenrechtskommission CNDH (Comisión Nacional de Derechos Humanos) gab in einer Pressemitteilung bekannt, dass im Todesfall der Indígena Ernestina Ascensión Rosario die medizinischen Fachkräfte der Kommission in Expertenberichten mehrere Unterlassungen und Unstimmigkeiten gefunden haben. Die erwähnten Berichte wurden von ärztlichem Personal der Generalstaatsanwaltschaft des Bundesstaates Veracruz PGJEV (Procuraduría General de Justicia del Estado de Veracruz) erstellt. Sie sind unentbehrlich, um die Todesursache der Frau zu klären. Ernestina Ascensión Rosario starb am 26. Februar. Vermutlich ist sie von Soldaten vergewaltigt worden und an den Folgen dieser Vergewaltigung gestorben. Die 73jährige lebte in der Gemeinde Tetlatzinga in der Sierra von Zongolica im südmexikanischen Bundesstaat Veracruz.

Während der Exhumierung der Leiche am 9. März, bei der auch Gerichtsärzte des Verteidigungsministeriums und der PGJEV anwesend waren, stellten die medizinischen Fachkräfte der CNDH fest, dass bei der Obduktion anders als üblich die Untersuchung wichtiger Organe nicht durchgeführt wurde. Das habe zur Folge gehabt, dass unbegründet versichert worden war, die alte Frau sei an einem Schädelhirntrauma, einem Halswirbelsäulenbruch und einer akuten Anämie gestorben. Die Art des Todes wurde als „mechanisch-traumatisch“ beschrieben.

Die Mitteilung kritisiert, dass die PGJEV-Fachärztin für Sexualstraftaten vor dem Tod von Ascensión Rosario weder Proben zur Durchführung von Laboruntersuchungen genommen noch angeordnet habe. Für den Fall, dass Samen gefunden werden sollten, wären dies unentbehrliche Maßnahmen gewesen, um weitere Untersuchungen durchführen zu können, die zur Identifizierung des oder der möglichen Täter führen könnte.

Solange die Todesursache von Ernestina Ascensión Rosario nicht geklärt sei, gehe man davon aus, dass ein Angriff auf das Leben der Indígena stattgefunden habe, erklärt die CNDH. Die Pressemitteilung stellt zum Schluss klar, dass die Kommission den Fall noch nicht abschließen werde, da zusätzliche Laboruntersuchungen offen stünden.

Julio Atenco Vidal, Gründer des regionalen Dachverbandes indigener Organisationen der Sierra de Zongolica CROISZ (Coordinadora Regional de Organizaciones Indígenas de la Sierra de Zongolica) sagte, dass es ein „schmähliches Bündnis zwischen der Armee und der PGJEV“ gebe. Unter dem Schutz der Geheimhaltungspflicht von Informationen führten die gerichtlichen Dienste und die Abteilung der Staatsanwaltschaft für sexuelle Straftaten eine „schmutzige Arbeit“ durch, um die Straflosigkeit der Soldaten zu gewährleisten. Der Arzt, der Ernestina Ascensión Rosario im Krankenhaus von Río Blanco untersucht hatte, bestätigte, dass die Frau vergewaltigt wurde. Gegenüber den Medien erklärte er: „Sie wurde vaginal und anal vergewaltigt“. Trotz dieses Befundes taucht die Information nicht im Totenschein auf.

Der CROISZ-Sprecher widersprach Äußerungen des mexikanischen Präsidenten Felipe Calderón. Der Staatschef hatte behauptet, die Frau sei aufgrund einer schlecht behandelten Gastritis gestorben und es habe keine Vergewaltigung durch Soldaten gegeben. Nach Rücksprachen mit einem CNDH-Vertreter und dem Leiter der Ausgrabungen und der Autopsie sei klar, so Vidal, dass frühestens nach 20 Tagen die Ergebnisse der Untersuchungen vom vergangenen Freitag (9. März) zu erwarten seien. Es sei also unmöglich, dass Calderón bereits Ergebnisse haben könne.

Von Laura Castro Medina

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