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Abgeordnetenmorde: Polizeichef hält Drogenhändler für verantwortlich

Guatemala | 09.03.2007

(Guatemala-Stadt, 10. März 2007, cerigua).- Eine Gruppe von Drogenhändlern hat den Mord an den salvadorianischen Abgeordneten des Zentralamerikanischen Parlaments (Parlacen) in Auftrag gegeben. Das zumindest erklärte vergangenen Freitag (9. März) Erwin Sperisen, der Leiter der Nationalen Zivilpolizei PNC (Policía Nacional Civil). Damit gewann diese von den salvadorianischen Behörden lange beharrlich negierte Vermutung neue Stärke.

Sperisen gab in einer Pressekonferenz an zu wissen, wer die Drahtzieher der Tat seien. Zudem verwies er darauf, dass einer der mutmaßlichen Mörder, Marvin Contreras, der sich vor einigen Tagen der Polizei stellte, die Identität der Drahtzieher vor Gericht preisgeben müsse. Er ging nicht näher darauf ein, ob salvadorianische Staatsbürger in das Massaker verwickelt sind. Das wurde direkt nach der Tat angenommen.

Die salvadorianischen Abgeordneten Eduardo d’Aubuisson, William Pichinte und Ramón González sowie ihr Fahrer Gerardo Napoleón Ramírez wurden am 19. Februar in Guatemala ermordet. Vier Polizisten, die unter dem Verdacht standen, das Verbrechen an den Politikern begangen zu haben, wurden im Gefängnis „El Boquéron“ massakriert. Der Leiter der Sicherheitsbehörde weist darauf hin, dass die vier Polizisten versucht hätten, Verhandlungen über die Preisgabe der Namen der Drahtzieher der Tat zu führen. Sperisen fügte hinzu, dass die Polizisten etwas im Wagen der Abgeordneten gesucht hätten. Man wisse aber nicht, um was es sich gehandelt habe.

In der Nacht zum vergangenen Freitag (9. März) wurden die „PNC-Berater“ José Luis und Henry Danilo Benítez Opfer eines bewaffneten Attentats in den Außenbezirken der guatemaltekischen Hauptstadt. Beide unterstützten die Ermittlungen im Fall der salvadorianischen Parlamentarier, ihres Fahrers und im Fall der Exekution der vier Polizisten. Sperisen bezichtigte einen lokalen Presseartikel, das Leben seiner Mitarbeiter in Gefahr gebracht zu haben. In dem Text sei am Tag des Übergriffs die Identität der beiden Männer der Öffentlichkeit preisgegeben worden. Sperisen fügte an: „Für die Personen, die hinter all dem stecken, bedeutet es nichts, jemanden umzubringen (…) Es handelt sich um Drogenhändler oder Angehörige des organisierten Verbrechens.“

Nach Angaben des Artikels hatten sich die Brüder Benítez im September 2006 an dem Versuch beteiligt, die Kontrolle über das Gefängnis Pavón zurückzugewinnen. Dabei starben die wichtigsten Anführer illegaler Gruppen, die sich der Anstalt nach einer scheinbaren Auseinandersetzung mit den Sicherheitskräften bemächtigt hatten.

Nach dem Mord an den Parlamentariern und ihrem Fahrer sowie der Exekution der vier Polizisten tauchten ernstzunehmende Hinweise gegen den Innenminister Carlos Vielmann und den PNC-Chef Sperisen auf. Der pensionierte General Otto Pérez Molina hatte die beiden beschuldigt, zwei Todesschwadronen krimineller Organisationen Schutz zu gewähren.

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