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Vatikan verurteilt den Befreiungstheologen Jon Sobrino

El Salvador | 11.03.2007

(Fortaleza, 12. Mrz 2007, adital-poonal).- Der Erzbischof von San Salvador Fernando Senz Lacalle hat besttigt, dass dem Jesuitenpater Jon Sobrino von der rmischen Kongregation fr die Glaubenslehre das in allen katholischen Einrichtungen geltende Verbot erteilt wurde, zu predigen und zu lehren, sofern er nicht seine berzeugungen berdenkt. Senz Lacalle zufolge ist der Vatikan seit lngerem damit beschftigt, Sobrinos Schriften zu studieren und hat ihn bereits vor Jahren gewarnt. Sobrinos Verffentlichungen ber Christus seien nach Ansicht des Heiligen Stuhls nicht konform mit der Doktrin der Kirche, daher wurde ihm ein Lehrverbot in smtlichen Einrichtungen der katholischen Kirche erteilt, sofern er seine uerungen nicht berdenkt, so Lacalle. Bisher hat sich Sobrino nicht zu der Notifikation geuert.

Jon Sobrino wurde 1938 in Bilbao geboren, lebt jedoch seit 50 Jahren in El Salvador. Als Mitbegrnder der Jesuitenuniversitt UCA (Universidad Centroamericana) in San Salvador war er dort bis vor kurzem als Dozent ttig und hat zahlreiche Werke verfasst. Als wichtiger Protagonist der Befreiungstheologie schrieb er allein ber diese etliche Bcher.

Die Kongregation fr die Glaubenslehre hat die Aufgabe, die Glaubens- und Sittenlehre in der ganzen katholischen Kirche zu frdern und schtzen. Bis zu seiner Ernennung zum Papst hatte der Ex-Kardinal Ratzinger dem kirchlichen Organ vorgestanden; dies bernimmt inzwischen Kardinal Joseph Levada.

Sobrino wird vorgeworfen, seine Lehre verflsche die Figur Jesu Christi und lasse dessen gttliches Bewusstsein zu kurz kommen; statt dessen verfllt er nach Ansicht der Kongregation, die als Institution die Nachfolge der mittelalterlichen Inquisition antritt, in das alte Schema der Ketzerei: Die menschlichen Aspekte Christi wrden auf Kosten seiner Gttlichkeit zu sehr in den Vordergrund gerckt. Daher hat ihm der Vatikan unter Strafe verboten, in kirchlichen Einrichtungen zu lehren oder seine Bcher unter dem Nihil Obstat der Kirche zu verffentlichen und ihm damit eine Art kirchliches Redeverbot auferlegt.

Wie es aussieht, haben sowohl der Theologe als auch der Jesuitenorden bereits von der Notifikation gewusst, denn die kirchliche Ordnung sieht vor, dass der Beschuldigte zunchst durch den Vatikan aufgefordert wird, seine uerungen schriftlich zurckzunehmen. Sobrino entschied sich jedoch nach Rcksprache mit dem Leiter des Jesuitenordens gegen einen Widerruf.

Die Ereignisse haben den gesamten Jesuitenorden und auch die Kirche schwer erschttert, gilt doch Jon Sobrino als einer der bedeutendsten Vertreter der Befreiungstheologie, einer religisen, politischen und sozialen Bewegung, die auf das Konzil des Vatikans von 1962 bis 1965 zurckgeht und sich traditionell fr die Armen und Entrechteten sowie fr soziale Gerechtigkeit einsetzt. Obwohl sich die katholische Kirche bereits vom ersten Moment an gegen die Bewegung stellte, hat die Befreiungstheologie in Lateinamerika schnell Verbreitung gefunden.

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