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Kritik vor Papstbesuch

Brasilien | 04.04.2007

(Montevideo, 4. April 2007, ecupress).- Der brasilianische Bischof Pedro Casaldliga warnte Papst Benedikt XVI davor, dass die an den Befreiungstheologen Jon Sobrino gerichtete Rge seine erste Reise nach Lateinamerika negativ beeinflussen werde. Im Mai wird der Papst anlsslich der Lateinamerikanischen und Karibischen Bischofskonferenz in Aparecida nach Brasilien kommen. Bischof Casaldliga leitete jahrzehntelang die Dizese So Felix de Araguaia im Bundesstaat Mato Grosso.

Der brasilianische Bischof ist der Meinung, dass das Verfahren gegen unseren lieben Jon Sobrino unter sehr schlechten Vorzeichen begonnen habe. Erschwerend komme hinzu, dass auch ein Kardinal der Kurie erklrt habe, die Befreiungstheologie sei vor Beginn der Konferenz in Aparecida ausgelscht. Casaldliga bezog sich damit auf uerungen des Kolumbianers Lpez Trujillo, der als scharfer Gegner Sobrinos und der Befreiungstheologie gilt.

Erst Ende Mrz hatte Trujillo eine ernste diplomatische Krise in Mexiko ausgelst. Als ppstlicher Gesandter wandte er sich auf einer rmisch-katholischen Konferenz strikt gegen eine Entkriminalisierung des Schwangerschaftsabbruchs in Mexiko. Angehrige der Partei der Demokratischen Revolution PRD (Partido de la Revolucin Democrtica) forderten daraufhin die Ausweisung des Kardinals. Sie sttzten sich auf die mexikanische Verfassung und werteten die Aussagen von Lpez Trujillo als Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Landes.

Hinsichtlich der Nachhaltigkeit der von Trujillo geuerten Prophezeiungen in Bezug auf die Befreiungstheologie meinte Casaldliga, dass der erlauchte Purpurtrger akzeptieren werden msse, dass der Gott der Armen auch nach der Bischofskonferenz weiterleben und aktiv sein werde. Auch das Befreiungsevangelium werde subversiv weitergefhrt. Leider werden weiterhin Hunger, Krieg, Ungerechtigkeit, Diskriminierung, Korruption und Habgier eine wahrhaftige Verpflichtung im Dienst der Armen Gottes von der Kirche fordern.

Casaldliga betont, dass das Leben Jesu selbst die Antwort sei. Die Entscheidung fr die Armen msse Politik und Religion bis in die letzten Konsequenzen prgen. Zuerst gab es auerhalb der Kirche und spter auerhalb der Erde keine Erlsung. Jon Sobrino erinnert uns daran, dass es keine Erlsung gibt, wenn die Armut nicht berwunden wird. Juan XXIII trat fr eine Kirche der Armen ein, damit sie eine Kirche aller Menschen werde. Die Armen bestimmen mit ihrem verbotenen Leben und ihrem frhzeitigen Tod entweder das Wahrhaftige oder den Schein einer Gesellschaft, einer Kirche.

Der Theologe Leonardo Boff richtete an Jon Sobrino folgende Worte: Dich hat man auserwhlt, den ehrfrchtigsten aller lateinamerikanischen Theologen, der Spiritualitt und Theologie am treffendsten artikulieren kann, der sich fr das gekreuzigte Volk einsetzt und es widerspiegelt, der in hchstem Mae die bezeichnenden Tugenden der Heiligkeit verkrpert. Man hat dein Werk von deinem schmerzhaften und gefhrdeten Leben getrennt, als ob man den Krper von der Seele trennen knnte. Nur irdische Mchte, die alle geistlichen Fhigkeiten verloren haben, knnen etwas Derartiges tun. Der in El Salvador ermordete scar Romero, dessen Berater du warst, hat es mit seiner Aussage `man ttet denjenigen, der im Wege steht auf den Punkt gebracht. In gewisser Weise nimmst du an diesem Schicksal teil.

Nachdem der Vatikan Jon Sobrino die scharfe Rge erteilt hatte, bekundeten Menschen in unzhligen Demonstrationen auf der ganzen Welt ihre Solidaritt mit dem baskischen Geistlichen, der seit 50 Jahren in El Salvador lebt.

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