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Weitere 59 Landarbeiter befreit

Brasilien | 03.04.2007

(Fortaleza, 3. April 2007, adital-poonal).- Am 3. April wurden 59 Landarbeiter, die seit Dezember keinen Lohn mehr erhalten haben, aus Viehzuchthaziendas im Bundesstaat Maranho im Nordosten Brasiliens befreit. In der Gruppe waren auch Minderjhrige und schwangere Frauen. Die Entschdigungszahlungen belaufen sich auf 144.000 Reales (53.000 ).

Eine Gruppe von Gutachtern des Arbeitsministeriums befand sich seit dem 20. Mrz in der Region, um eine Anzeige gegen Almerindo Nolasco das Neves, den Besitzer der Hazienda Uberlndia in Aailndia, zu prfen. Beim Menschenrechtszentrum von Aailndia war Anzeige wegen unmenschlicher Arbeitsbedingungen gestellt worden.

In der Hazienda wurden 27 Landarbeiter angetroffen, die unter prekren Bedingungen lebten. Zudem fanden die Gutachter auf der Hazienda neun Gewehre. Dies deute auf Freiheitsberaubung hin. Die Landarbeiter erklrten der Bundespolizei, dass ihnen von einem Wchter gedroht worden sei, sie im Falle eines Fluchtversuches zu erschieen.

Der Gutsbesitzer das Neves bezahlte den aus Maranho und anderen Bundesstaaten im Nordosten des Landes angeworbenen Landarbeitern umgerechnet 24.000 Euro als Entschdigung. Sie waren seit Januar auf der Hazienda und hatten seitdem keinen Lohn erhalten. Zu der 55 Kilometer von Aailndia entfernt gelegenen Hazienda fhre ein schlechter unbefestigter Weg, der die Fahrten der Landarbeiter erschwere, so der Koordinator der Grupo Mvil, Gilberto Ponte Braga.

Weitere 32 Landarbeiter in einer rechtlich illegalen Situation fand man auf zwei Haziendas in Buriticupu, die ebenfalls im Bundesstaat Maranho liegen. Die Anwesen sind im Besitz von Jos Esccio. Unter ihnen befanden sich sechs Frauen und fnf Minderjhrige. Eine der Frauen war schwanger. Der Haziendabesitzer musste den Landarbeitern eine Entschdigung von umgerechnet 28.700 Euro bezahlen.

Gilberto Ponte Braga vom Arbeitsministeriums erklrte, dass einige der Landarbeiter auf den Haziendas von Jos Esccio in Salzlagern untergebracht waren und auf Netzen ber den Scken schliefen. Sie htten weder ber sanitre Anlagen noch ber Trinkwasser verfgt und htten Wasser aus einem nahe gelegenen Bach getrunken. Die Landarbeiter fingen Regenwasser in einer Tonnen auf. Sie setzen Fische hinein, um die Moskitolarven zu vernichten, damit sie das Wasser trinken konnten, berichtete der Gutachter.

Nach der Unterzeichnung des Arbeitsbuches wurden die Landarbeiter rechtmig entlassen. Sie haben nun Anspruch auf drei Zahlungen aus der Arbeitslosenversicherung in Hhe eines Mindestlohnes nach dem Gesetz 5.864/2002. Dieses setzt den Mindestlohn auf 360 Reales (132 ) fest. Zudem wurde ein Verwaltungsprozess erffnet und die Namen der Haziendabesitzer werden in dem Arbeitgeberregister, einer Art schwarzen Liste, verffentlicht, falls nachgewiesen wird, dass die Landarbeiter unter sklavenhnlichen Bedingungen gehalten wurden. Das Register beinhaltet derzeit 166 Namen.

Whrend der ersten drei Monate dieses Jahres wurden bei 17 Razzien 483 Verste ermittelt und 583 Personen befreit, die unter menschenunwrdigen Bedingungen lebten.

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