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Umweltschützer lehnen Anbau genmanipulierter Pflanzen ab

Chile | 30.03.2007

(Fortaleza, 30. März 2007, adital-poonal).- Das Netzwerk für ein gentechnikfreies Chile weist „energisch“ eine gemeinsame Ankündigung des Landwirtschaftsministers Álvaro Rojas, des Vizepräsidenten der Regulationsstelle des globalen Unternehmens Monsanto Jerry Hjelle sowie des Monsanto-Generalmanagers in Chile Alfredo Villaseca zurück. Diese planen die Aussaat von 5.000 Hektar genveränderter Sojapflanzen für das Frühjahr 2007 und 20.000 Hektar bis ins Jahr 2010.

„Diese einseitige Entscheidung des Ministers bevorzugt die Unternehmensinteressen Monsantos, das gentechnikfreie Image der chilenischen Landwirtschaft zu zerstören. Zudem bricht sie mit einer Abmachung, die Präsidentin Michelle Bachelet mit den Umweltorganisationen getroffen hat. Die Staatschefin hatte offiziell darauf hingewiesen, dass `das Land nicht für den kommerziellen genmanipulierten Anbau geöffnet werden soll und die Voraussetzungen für wissenschaftliche Studien über die ökologischen Auswirkungen der Reproduktion genveränderten Saatguts geschaffen werden sollen“, informierte die Organisationen in einer Presseerklärung.

„Der Landwirtschaftsminister setzt sich nicht nur über die Vereinbarungen der Präsidentin hinweg, sondern er verkennt auch den massiven gentechnischen Raubzug von Monsanto in Chile. Dieser wird negative Auswirkungen („Schatteneffekte“) auf die landwirtschaftlichen Exporte haben und das produzierende Gewerbe in Mitleidenschaft ziehen. Das betrifft besonders die sich weltweit im Aufschwung befindliche Biolandwirtschaft, die in Chile und überall dort, wo die Nachfrage auf dem Weltmarkt das Angebot übersteigt, große Entwicklungsperspektiven hat“, teilte das Netzwerk in seiner Meldung mit.

Gleichzeitig äußerten die Umweltschützer, dass „die Vereinbarung die Interessen der kleinen Landwirte nicht beachtet, die über die Methoden von Monsanto nicht informiert sind. Das technologische Gesamtpaket des Unternehmens beinhaltet patentiertes Saatgut, das in nachteiligen Verträgen an den Kauf von Monsantos-Herbiziden gebunden ist, für das die Bauern unter Verbot der Wiederaussaat einen höheren Preis zahlen müssen. Wer gegen die Verträge über das geistige Eigentum verstößt, wird von biotechnologischen Ermittlern verfolgt, vor Gericht gebracht und dazu verpflichtet, übertrieben hohe Summen für die Verletzung des Patentrechtes zu zahlen. So ist es bereits Hunderten von kanadischen und US-amerikanischen Bauern widerfahren. Die Landwirte wurden darüber hinaus zur Zahlung von Bußgeldern wegen der versehentlichen Verunreinigung ihrer Güter mit genmanipuliertem Saatgut verpflichtet.“

„Wir fordern den Landwirtschaftsminister auf, die Ankündigung, die den Interessen der nationalen Landwirtschaft schadet, zu widerrufen. Wir fordern Transparenz seiner Entscheidungen und dass er sich im Sinne einer Stärkung Chiles als „landwirtschaftliche Nahrungsmittelkapazität“ auf das Wachstum der konventionellen, biologischen Landwirtschaft konzentriert. Wir fordern von ihm den Schutz der wertvollen landwirtschaftlichen genetischen Ressourcen, über die das Land verfügt“, verdeutlichte das Netzwerk.

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