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Gesetz zu Gewalt gegen Frauen verabschiedet

Costa Rica | 14.04.2007

(San Jos, 14. April 2007, voces nuestras).- Ohne Zweifel erleben wir heute einen sehr wichtigen Tag fr alle Frauen. Mit ihrer Entscheidung haben die Abgeordneten eine Schuld gegenber den costaricanischen Frauen beglichen; wenn auch sehr spt, sagt Frauenministerin Jeanette Carrillo gegenber Poonal. Bitter bilanziert die Politikerin, dass erst 194 Costaricanerinnen durch ihre Lebensgefhrten ermordet werden mussten, bevor man dieses Delikt hierzulande nun unter Strafe gestellt habe. Durch das neue Gesetz htten bedrohte Frauen neue und bessere Werkzeuge, um sich gegen Aggressoren zu verteidigen.

Am Donnerstagabend wurde im Zuschauersaal des Parlamentes in San Jos gefeiert. Strmischer Jubel brandete auf, als 45 der insgesamt 55 Abgeordneten das Gesetz in zweiter Lesung ratifizierten. Fast acht Jahre mussten die Aktivistinnen vom Frauenministerium INAMU und von der auerparlamentarischen Frauenbewegung auf diesen Moment warten. Bereits mehrmals war der Gesetzentwurf in erster Lesung verabschiedet, dann aber mit parlamentarischen Manvern seiner Gegner um die Fraktion des rechtsliberalen Movimiento Libertario immer wieder ausgehebelt worden.

Das Gesetz ist nicht nur in Lateinamerika das erste seiner Art. In Mexiko ist geschlechtsspezifische Gewalt zwar verboten, sie wird aber nicht so konsequent unter Strafe gestellt wie jetzt in Costa Rica. Weltweit gibt es kaum Vergleichbares. Mit bis zu 35 Jahren Gefngnis wird bestraft, wer eine Frau ermordet, mit der er eine Beziehung hat, ob erklrtermaen oder nicht. Sexueller Missbrauch wird ebenso mit Gefngnis bestraft wie emotionale oder verbale Gewalt. Wer etwa seine Partnerin wiederholt ffentlich oder privat verhhnt, muss mit zwei Jahren Gefngnisstrafe rechnen. Anzeige erstatten knnen auch dritte Personen.

Das ist ein historischer Moment, denn das Gesetz verndert nicht nur die Situation der Frau. Die Mnner werden sich verndern, der Machismus wird zurckgedrngt. Nun gilt es, die Frauen ber ihre Rechte aufzuklren und die Umsetzung des Gesetzes zu beobachten, sagt Ana Carcedo vom unabhngigen Frauenzentrum CEFEMINA.

Von Torge Lding

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