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Rente für Frauen in ungarantierten Arbeitsverhältnissen gefordert

Brasilien | 11.04.2007

(Fortaleza, 11. April 2007, adital-poonal).- Feministische Organisationen forderten am letzten Dienstag (10. April) mit einer Kundgebung beim Nationalen Forum der Sozialfürsorge die Entwicklung eines Sonderrentensystems für Frauen, die im familiären Bereich arbeiten wie beispielsweise Hausarbeiterinnen und Schneiderinnen. Das System müsse ähnlich dem System für Landarbeiter funktionieren. Diese müssen keine Beiträge an die Sozialversicherungsbehörde INSS (Instituto Nacional de Segurança Social) zahlen, um einen Rentenanspruch zu erwerben.

„Das würde den Frauen mit Kleinstunternehmen ermöglichen, dass sie zum Familieneinkommen beitragen und ins Rentenversicherungssystem integriert werden“, erklärte Guacira Oliveira, Mitglied der Bewegung zur Artikulation der brasilianischen Frauen (Movimento Articulação das Mulheres Brasileiras), welche die Kundgebung organisierte. Zur Zeit sind 70 Prozent der 40 Millionen Menschen des Landes, die ohne Sozialversicherung leben, Frauen, informierte Guacira Oliveira. Diese Zahl rechtfertige die Notwendigkeit seriöser Vorschläge, um die Frauen in das System einzubeziehen.

Die üblichen elf Prozent des Einkommens, die als Beitrag zur INSS nach dem Allgemeingesetz über Kleinst- und Kleinbetriebe (Ley General de las Micro y Pequeñas Empresas) gezahlt werden müssen, seien keine Alternative, sagte Guacira Oliveira. „Für die Frauen mit niedrigen oder keinem Einkommen ist diese Maßnahme ungeeignet“. Laut Oliveira sei der Prozentsatz immer noch zu hoch. Es sei zumindest notwendig, einen verhältnismäßigen Anteil zu bestimmen, um die Problematik der Hausarbeiterinnen einzubeziehen.

Allerdings seien die Frauen auch benachteiligt, wenn die Rente gesichert sei, meint die Demografin der Universidade Federal de Minas Gerais (UFMG) Simone Wajnman. Die Durchschnittsrente der Männer sei höher als die der Frauen. Dies komme aufgrund der niedrigeren Beitragszahlungen der Frauen zustande. „Die Einnahmen der Frauen sind fast immer die Rente der verstorbenen Ehemänner und die Altersrente. Die männlichen Einnahmen sind stärker von den Beitragszahlungen abhängig. Hier sind die Beitragsjahre vorherrschend und ihr Satz ist der höchste der gesamten Kategorie“, erklärte Wajnman.

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